Bildquelle: Pressefoto BASF SE

Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF (WKN: BASF11 / ISIN: DE000BASF111) musste wegen eines Corona-bedingten Nachfragerückgangs aus der Automobil- und Luftfahrindustrie sowie des Wettbewerbsdrucks bei Basis-Chemikalien einen Milliardenbetrag abschreiben. Deshalb rechnet BASF nach vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal mit einem hohen operativen Verlust (EBIT) in Höhe von 2,6 Mrd. Euro, nachdem im dritten Quartal 2019 noch ein EBIT von +1,3 Mrd. Euro zu Buche stand.

Analysten-Erwartungen übertroffen

Diese Sondereinflüsse herausgerechnet rechnet BASF jedoch mit einem operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von voraussichtlich 581 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: +1,1 Mrd. Euro), wie das Unternehmen am Freitagnachmittag bekanntgab. Laut BASF fiel der operative Gewinn damit höher aus als von Analysten erwartet worden ist. Nach den vorläufigen Zahlen sank der Umsatz im dritten Quartal um 5 Prozent auf 13,8 Mrd. Euro, wofür negative Währungseffekte ausschlaggebend gewesen seien.

BASF gibt sich optimistisch

Für die weitere Geschäftsentwicklung gab sich der DAX-Konzern optimistisch. So wird für das vierte Quartal 2020 mit einer weiteren Verbesserung des EBIT vor Sondereinflüssen gegenüber dem dritten Quartal gerechnet. BASF zufolge würden damit auch die aktuellen durchschnittlichen Analystenschätzungen für das vierte Quartal 2020 übertroffen.

Ausblick für 2020

Für das Gesamtjahr 2020 wird insbesondere wegen des Nachfragerückgangs infolge der Corona-Pandemie mit einem Umsatz von 57 Mrd. bis 58 Mrd. Euro gerechnet, nach Erlösen von 59,3 Mrd. Euro im Vorjahr. Für das EBIT vor Sondereinflüssen wird für 2020 ein Wert zwischen 3,0 und 3,3 Mrd. Euro prognostiziert (2019: 4,6 Mrd. Euro).

Der Konzern erwartet neben dem Nachfragerückgang einen anhaltenden Margendruck, vor allem bei Basischemikalien, der durch Einsparungen von Fixkosten teilweise kompensiert werden soll. Die abschließenden Geschäftszahlen zum dritten Quartal sollen am 28. Oktober veröffentlicht werden.

An der Börse sorgte der hohe operative Verlust im dritten Quartal am vergangenen Freitag für einen kräftigen Kurseinbruch von 3,3 Prozent. Am Montagmorgen konnte sich der Aktienkurs aber wieder stabilisieren (+0,5 Prozent, 55,01 Euro).

Kräftiges Aktienkurs-Gewinnpotenzial

Die Aktie notiert aber nach wie vor über der 200-Tage-Linie (52,20 Euro) und damit im Aufwärtstrend. Wird dieser verteidigt, gilt es als Nächstes, das Top vom Juni bei 58,40 Euro zu überwinden, um ein neues Kaufsignal zu generieren. Das nächste Kursziel würde sich dann auf das November-2019-Hoch bei 72,17 Euro stellen. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau eröffnet sich damit ein Gewinnpotenzial von über 30 Prozent.

Anleger, die überproportional von steigenden Kursen von BASF profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: KB6UNR / ISIN: DE000KB6UNR6) auf der Long-Seite an. Wer von fallenden Notierungen bei BASF profitieren möchte, hat mit den passenden Short-Produkten (WKN: KB8TQ6 / ISIN: DE000KB8TQ60) die Gelegenheit.

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Bildquelle: Pressefoto BASF SE

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