Bildquelle: markteinblicke.de

Wer erinnert sich nicht an das Märchen von der armen Müllertochter, die für den König Stroh zu Gold spinnen sollte. Rumpelstilzchen half ihr aus der Klemme, allerdings nicht ganz uneigennützig. Dieser Menschheitstraum, Gold herstellen zu können, ist längst in Erfüllung gegangen. Mit Teilchenbeschleuniger und Kernreaktor ist es gelungen, Gold künstlich herzustellen. Jedoch sind die Verfahren so aufwändig, dass es sich schlicht nicht lohnt.

Gold als Geldanlage

Also wird weiter goldhaltiges Gestein aus der Erde geholt, mit Stahlkugeln zermahlen und durch chemische Prozesse ausgelöst. Das entstandene Gemisch hat eine Goldkonzentration von rund 80 Prozent und enthält noch immer weitere Erze. Erst im nächsten Verfahrensschritt wird eine Goldreinheit von 99,95 Prozent erreicht, mehr ist nicht möglich. Heute dienen Goldbarren und Münzen unter anderem auch der Geldanlage. Sie versprechen zwar keine hohen Renditen, sind dafür aber wertstabil. Dabei gibt es zahlreiche Varianten in der Stückelung. Welche sich am besten als Anlage eigenen, sollte man mit einem Fachmann klären. „Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl der für Sie geeigneten Produkte benötigen, stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite“, versichert Tim Schieferstein, Edelmetallexperte und Geschäftsführer von GoldSilberShop.de.

China führt beim Goldabbau

Goldbarren werden schon seit mehr als 2000 Jahren hergestellt. Dabei wurde das Gold eingeschmolzen und in Sandformen gegossen. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Und Gold kommt auch gar nicht so selten vor, wie man meinen möchte. Geschätzt gibt es 30 Milliarden Tonnen Gold in der Erdkruste. Insgesamt wurden bislang rund 160.000 Tonnen Gold abgebaut, jährlich rund 2.500 Tonnen. China führt mit 450 Tonnen die Liste der Lieferländer an. Es folgen Australien mit 270 Tonnen und Russland mit 245 Tonnen. Rund 1200 Tonnen werden durch wiederverwertetes Altgold bereitgestellt. Gold findet man in kleinen Körnern oder größeren „Nuggets“ überall auf der Welt. Gold in reiner Form kommt meist in Felswänden oder Flussablagerungen vor. Das weckt Erinnerungen an Abenteurer, die im 19. Jahrhundert ihre europäische Heimat hinter sich ließen, um in Amerika Gold zu schürfen. Insbesondere entlang des Sacramento Rivers wurden sie fündig. Der größte je gefundene Goldnugget wog mehr als 214 Kilogramm und wurde 1872 in Australien entdeckt.

Die Reinheit von Schmuck und Münzen

Die Reinheit von Gold wird in Karat gemessen und in Vierundzwanzigstel ausgedrückt. Reines Gold hat 24 Karat. Hochwertiger Schmuck hat meist 18 Karat. 333er Gold besteht zu 33,3 Prozent aus reinem Gold, hat also 8 Karat. Reines Gold wäre für die Schmuckherstellung zu weich. Deshalb wird es durch Legierung mit Silber, Kupfer, Cadmium und anderen Metallen je nach Bedarf härter, formbaren oder auch leitfähiger gemacht. Die beliebte Krügerrand-Goldmünze etwa verdankt ihre typisch rötliche Färbung der Beigabe von Kupfer. Die klassische Krügerrand mit einem Gewicht von 33,93 Gramm besteht aus 31,1 Gramm Feingold und 2,83 Gramm Kupfer. Ihr Wert richtet sich nach dem aktuellen Goldpreis. Und der Goldpreis kennt derzeit nur eine Richtung: nach oben! Gold wird seiner Bedeutung als Krisenwährung also auch in der Corona-Pandemie wieder einmal gerecht. Das Edelmetall ist bei Anlegern derzeit so begehrt wie schon lange nicht mehr.

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