Bildquelle: Pressefoto Facebook

Von vielen Anlegern wird Facebook (WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027) als einer der größten Profiteure der Corona-Krise gehandelt. Denn die Pandemie hat auch dem Social-Media-Bereich einen neuen Aufwärtsschub verpasst, in dem der US-Konzern mit seiner gleichnamigen Plattform als unangefochtener Weltmarktführer gilt.

Quartalszahlen am Donnerstagabend

Doch so beeindruckend die bisherige Geschäftsentwicklung auch ausfiel, sieht sich das kalifornische Unternehmen, das auch die Video- und Foto-Sharing-App Instagram und den Messanger WhatsApp betreibt, auch rauem Gegenwind ausgesetzt. Denn es besteht nach wie vor die Sorge, dass im Zuge der Corona-Krise das Anzeigengeschäft einbrechen könnte.

Auch die anhaltende Kritik gegen Facebook in Bezug auf die Datenschutzpraktiken, die Verbreitung von Hassreden, Gewaltaufrufen und Fake News sorgen bei den Aktionären für Besorgnis. Mit Spannung werden deshalb die Zahlen zum dritten Geschäftsquartal erwartet. Diese wird Facebook am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss bekanntgeben.

Gegensätzliche Entwicklung beim Umsatz und beim Gewinn

Analysten rechnen damit, dass sich der Umsatz und der Gewinn bei Facebook gegensätzlich entwickelt haben. So werden für das dritte Quartal 2020 Erlöse von im Schnitt 19,7 Mrd. US-Dollar erwartet. Das würde im Vergleich zum dritten Quartal 2019 (17,7 Mrd. US-Dollar) einen Anstieg um elf Prozent bedeuten.

Beim Gewinn wird dagegen mit einem Rückgang gerechnet. Dieser dürfte den Branchenexperten zufolge im dritten Quartal bei im Mittel 1,89 US-Dollar je Aktie liegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2,13 US-Dollar je Aktie, 6,1 Mrd. US-Dollar) würde sich damit ein Rückgang von elf Prozent errechnen.

Der Kostendruck steigt

Die Gewinnprognose zeigt, dass die Analysten offenbar davon ausgehen, dass der Gewinn wegen gestiegener Kosten belastet wurde. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass Facebook immer mehr Mitarbeiter einstellen muss, die Falschnachrichten und Hass-Postings löschen, was die Personalkosten entsprechend immer weiter ansteigen lässt.

Auf der anderen Seite rechnen die Analysten offenbar damit, dass sich der Anzeigenmarkt weiterhin stark entwickelt, wie die positive Umsatzprognose belegt, und Facebook damit den Wachstumskurs fortgesetzt hat. Dieser schlug sich auch in der ersten Jahreshälfte in den Geschäftszahlen nieder.

So stieg der Umsatz im Zeitraum Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 36,4 Mrd. US-Dollar an. Beim Nettogewinn stand in der ersten Jahreshälfte sogar ein Plus von 102 Prozent (10,1 Mrd. US-Dollar) zu Buche.

Facebook-Chart: Börse Stuttgart

Neues Allzeithoch im September

Die starke Geschäftsentwicklung schlägt sich auch an der Börse nieder. Nachdem die im Nasdaq 100 und im S&P 500 notierte Facebook-Aktie im März auf ein 14-Monats-Tief bei 126 Euro gefallen war, konnten sich die Notierungen bis Anfang September verdoppeln, womit am 3. September ein neues Allzeithoch bei 257 Euro markiert wurde.

Im Anschluss folgte bis Mitte September ein Rücksetzer bis auf 208 Euro, woraufhin die Aktie erneut den Vorwärtsgang einlegte und sich bis Ende Oktober zeitweise in den Bereich der 240er-Marke nach oben arbeitete. Nächstes Kursziel ist das September-Rekordhoch (257 Euro). Ein Ausbruch nach oben würde hier ein neues Kaufsignal bedeuten. Die nächste Zielmarke würde sich dann auf 300 Euro stellen. Im Tech-Bereich gehört Facebook damit weiterhin zu den aussichtsreichsten Titeln.

Anleger, die von einer Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends bei Facebook überzeugt sind, können mit einem Hebelprodukt (WKN: MA0Y1G / ISIN: DE000MA0Y1G6) überproportional von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben Gelegenheit, mit einem entsprechenden Short-Produkt (WKN: MA18CD / ISIN: DE000MA18CD2) auf fallende Kurse der Facebook-Aktie zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto Facebook

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