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Nicht jeder ist so von der Wirksamkeit des ursprünglich gegen Ebola entwickelten Mittels Remdesivir (Markenname: Veklury) überzeugt wie zum Beispiel US-Präsident Donald Trump. Nun zeigt sich womöglich auch, dass Remdesivir auch in finanzieller Hinsicht für Gilead Sciences (WKN: 885823 / ISIN: US3755581036) nicht die erhoffte Wirkung haben könnte.

Nachfrage schwächer als erwartet

Das US-Biotechnologieunternehmen setzte im dritten Quartal 2020 rund 873 Mio. US-Dollar mit Remdesivir, dem einzigen in den USA zugelassenen Medikament für COVID-19-Patienten, um. Analysten hatten jedoch laut Refinitiv im Schnitt einen Wert in Höhe von 960 Mio. US-Dollar erwartet.

Außerdem musste Gilead seine Umsatzerwartungen nach unten schrauben. In der Spitze traute sich das Management konzernweit lange Zeit Umsatzerlöse in 2020 in Höhe von 25 Mrd. US-Dollar zu. Nun wurde das obere Ende der Prognose auf 23,5 Mrd. US-Dollar gesenkt.

Schuld daran ist eine geringere Nachfrage nach Remdesivir als zunächst angenommen. Außerdem seien die zukünftigen Erlöse mit dem Mittel schwer vorherzusagen. Während das Mittel zuletzt einen Zulassungserfolg verbuchen konnte, waren die jüngsten Töne vonseiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) alles andere als optimistisch.

Remdesivir bleibt im Fokus

Im dritten Quartal setzte Gilead insgesamt 6,5 Mrd. US-Dollar um. Ein Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 5,5 Mrd. US-Dollar. Allerdings lag das Plus ohne Remdesivir nur bei 2 Prozent. Zumindest wurden die Analystenschätzungen in Höhe von 6,3 Mrd. US-Dollar geschlagen.

Auch der bereinigte Gewinn je Aktie in Höhe von 2,11 US-Dollar lag über den Markterwartungen von 1,90 US-Dollar. Allerdings steht in Zusammenhang mit Gilead derzeit vor allem Remdesivir im Fokus. Der schwache Kursverlauf der Gilead-Aktie zeigt, dass Marktteilnehmer nicht gerade von dem großen Wurf im Kampf gegen COVID-19 überzeugt sind.

FAZIT

Die Börsen scheinen nach einer ersten Euphorie im Frühjahr 2020 nicht davon überzeugt zu sein, dass Remdesivir das angepriesene Wundermittel gegen COVID-19 ist. Dies zeigt sich deutlich am schwachen Kursverlauf der Gilead-Aktie in den vergangenen Monaten und Wochen. Mittel- bis langfristig haben die aufstrebenden Biotech-Unternehmen zudem mit anderen Herausforderungen zu kämpfen. Dazu gehört unter anderem der Kampf gegen ausufernde Gesundheitskosten.

Anleger, die von der Stärke von Gilead Sciences überzeugt sind, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MC19M7 / ISIN: DE000MC19M72) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Pessimisten haben mit entsprechenden Short-Produkten (WKN: MC9K2C / ISIN: DE000MC9K2C6) die Möglichkeit, auf fallende Kurse bei Gilead Sciences zu setzen.

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