Bildquelle: Pressefoto Nikola

Das US-Unternehmen Nikola (WKN: A2P4A9 / ISIN: US6541101050) wird von vielen Anlegern zwar als Pionier in der Hybrid-Truck-Entwicklung gehandelt, muss aber noch den Beweis antreten, ob das Geschäftsmodell wirklich Aussicht auf Erfolg hat. Das zeigten auch die jüngsten Zahlen zum abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal (per Ende September), denn im Zeitraum Juli bis September wurden keine Umsätze verzeichnet (Q3 2019: Umsatz 296 Mio. US-Dollar).

Verlust ausgeweitet

Operativ wurde der Verlust im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum von minus 13 Mio. US-Dollar auf minus 117 Mio. US-Dollar ausgeweitet. Unter dem Strich lag der Verlust ebenfalls bei rund 117 Mio. US-Dollar, nach einem Verlust von 16 Mio. US-Dollar im Vorjahr.

Nikola bleibt zuversichtlich

Das Startup, das in Zukunft Wasserstoff-betriebene Elektro-LKWs auf die Straßen bringen möchte, verwies darauf, dass der beste Weg zur Bewertung seiner Ergebnisse darin besteht, die Fortschritte des Unternehmens bei der Erreichung seiner Meilensteine zu überwachen. Nikola erwartet im vierten Quartal weitere Fortschritte bei der Entwicklung des Tre-Sattelschleppers und beim Bau der Anlage in Coolidge, Arizona, hieß es in einem offiziellen Statement.

Nikola und das Indutrieunternehmen CNH hatten bereits im dritten Quartal mit den Tests von Prototypen für neue Elektro-Lastkragftwagen-Modelle begonnen, die noch im Jahr 2021 auf den Markt kommen sollen. CNH ist für die LKW-Sparte Iveco bekannt.

Schwere Vorwürfe

Außerdem hatte Nikola im September eine umfangreiche Kooperation mit General Motors / GM (WKN: A1C9CM / ISIN: US37045V1008) verkündet. Kurze Zeit später geriet Nikola dann ins Visier des Short-Sellers Hindenbrug Research, der das Unternehmen mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontierte. Der Vorwurf des Börsenbriefes, der vom berüchtigten Leerverkäufer Nate Anderson verantwortet wird, lautete, dass die von Nikola entwickelte Technologie ein aufwendig inszenierter komplexer Betrug ist. Nikola hatte eine längere Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben. Der Konzern beschuldigt Hindenburg Research falscher und irreführender Aussagen. Ziel soll es dabei sein, den Markt zu manipulieren, um Gewinne aus einer entsprechenden Nikola-Short-Position zu ziehen.

GM-Deal steht auf der Kippe

Seitdem steht die Zusammenarbeit, bei der GM etwa ein Zehntel der Nikola-Anteile übernehmen wollte, auf der Kippe. Laut Nikola werden die Verhandlungen aber fortgesetzt.

Es bleibt spannend

Die schlechten News bei Nikola haben in den vergangenen Wochen nachgelassen und die Aktie konnte sich inzwischen stabilisieren. Ein möglicher Deal mit GM würde bei der Aktie kräftiges Gewinnpotenzial eröffnen. Wie es für Nikola in den kommenden Monaten weitergeht, bleibt damit spannend.

Anleger, die von den Wachstumsaussichten bei Nikola überzeugt sind, können mit einem Long-Zertifikat (WKN: MA2ZU0 / ISIN: DE000MA2ZU03) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

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Bildquelle: Pressefoto Nikola

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[…] einen hohen Verlust verbucht. Trotzdem bleibt das US-Unternehmen zuversichtlich, was die weitere Geschäftsentwicklung […]