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Vor dem Hintergrund der anhaltenden konjunkturellen Risiken werden sowohl die Fed als auch die EZB ihre expansive geldpolitische Ausrichtung auf absehbare Zeit beibehalten. Auch die Fiskalpolitik dürfe nicht zu früh die unterstützenden Maßnahmen zurückfahren, so Lagarde und Powell unisono.

Das Kernrisiko bleibt die Corona-Pandemie. Die Eurozone wird durch die erneuten Shutdown-Maßnahmen im 4. Quartal voraussichtlich ein negatives Wachstum aufweisen. Für Deutschland könnte es gerade noch für ein Nullwachstum reichen. In den USA hingegen deuteten die Einkaufsmanagerindizes zuletzt eine weiter dynamische wirtschaftliche Entwicklung an – trotz über 130.000 Neuinfektionen an einem Tag.

Anders als in Europa wurden bisher keine flächendeckenden Gegenmaßnahmen implementiert, was von der Trump-Administration auch künftig kaum zu erwarten ist. Das hilft zwar kurzfristig der Wirtschaft, erhöht aber das Risiko, dass Konsum und Investitionen in den kommenden Wochen aufgrund einer zunehmenden Verunsicherung der Bevölkerung leiden.

Bis zum Jahresende dürften daher vorerst weiter exportorientierte Unternehmen mit einem Fokus auf China im Vorteil sein.

Ein Kommentar von Carsten Mumm
Er ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Das Traditionshaus mit Sitz in Hamburg und München setzt auf qualifizierte und umfassende Beratung für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Immobilienkunden und institutionelle Kunden.

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