Bildquelle: Pixabay / JOESPH

Während in Europa noch ein Lockdown den nächsten jagt, hat die Volksrepublik China die Corona-Pandemie erfolgreich unter Kontrolle gebracht und zudem konjunkturell wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Zuletzt deuteten starke Wirtschaftsdaten auf ein schnelleres Wachstum im letzten Quartal des Jahres hin:

Die Ausgaben im Oktober stiegen im Einzelhandel für Verbrauchsgüter um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und damit deutlich stärker als im Vormonat September (+3,3 Prozent), wie das Statistikamt in Peking erklärte. Auch die Industrieproduktion legte auf Jahressicht im Oktober mit plus 6,9 Prozent überraschend stark zu.

Kräftiges Wachstum im vierten Quartal

Chinas Statistikamt rechnet deshalb damit, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in den letzten drei Monaten des Jahres schneller als im dritten Quartal (+4,9 Prozent) wachsen dürfte. Experten erwarten derweil sogar ein Wachstum von fünf bis sechs Prozent. Trotz des starken Corona-Einbruchs zum Jahresanfang dürfte China damit als einzige große Volkswirtschaft im laufenden Jahr ein Wachstum verbuchen. Konjunkturforscher rechnen mit einem Anstieg von rund zwei Prozent für das Gesamtjahr 2020.

Die größte Freihandelszone der Welt

Damit zeichnet sich ab, dass China wirtschaftlich wieder zurück auf die Überholspur wechselt. Dafür spricht auch die Sensationsmeldung, dass sich die Volksrepublik nach acht Jahre lang andauernden Verhandlungen mit 14 Asien-Pazifik-Staaten zur größten Freihandelszone der Welt zusammengeschlossen hat. Die entsprechende Vereinbarung wurde am vergangenen Sonntag nach einem virtuellen Gipfel der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean unterzeichnet.

Neben China, Südkorea, Australien und Neuseeland beteiligen sich an der Freihandelszone die zehn Asean-Staaten Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos, Myanmar und Brunei. Im Zentrum des Abkommens steht dabei die Senkung der Zölle.

Das Freihandelsabkommen macht den Handel der Staaten untereinander leichter und günstiger. Insgesamt sollen die Zölle für fast 90 Prozent der Güter fallen, welche die Staaten untereinander austauschen. Davon profitieren auch Unternehmen, die Teile ihrer Produkte in verschiedenen Ländern der Freihandelszone produzieren.

Warum es für China weiter aufwärts gehen dürfte

Für die am Freihandelsabkommen beteiligten Staaten, allen voran China, eröffnet sich damit großes Wachstumspotenzial. So prognostiziert die Boston Consulting Group, dass allein der Handel zwischen China und Südostasien bis 2023 um über 40 Mrd. US-Dollar wachsen dürfte. Gut möglich ist deshalb, dass China gemessen an seiner Wirtschaftsleistung schon bald zum mächtigsten Land der Welt aufsteigen wird.

Dafür spricht auch die beispielsweise im Vergleich zur EU im Schnitt deutlich jüngere Bevölkerung und eine immer größer werdende Mittelschicht, was steigenden Wohlstand und damit einen höheren Inlandskonsum bedeutet. Auch technologisch gesehen hat China in den vergangenen Jahren kräftig aufgeholt und hat sich hier von der „Fabrik der Welt“ hin zu einem Technologieführer entwickelt, wie zum Beispiel die Entwicklung im Smartphone-Markt es zeigt.

Großes Gewinnpotenzial bei chinesischen Unternehmen

Die Wirtschaft der Volksrepublik dürfte deshalb auch in den kommenden Jahren weiter kräftig wachsen, womit sich bei den Aktien vieler chinesischer Unternehmen entsprechend großes Gewinnpotenzial eröffnet. Anleger, die hiervon profitieren wollen, haben mit entsprechenden Zertifikaten auf den chinesischen Aktienindex CSI 500 die Möglichkeit dazu.

Dieses von der US-Bank Morgan Stanley entwickelte Barometer bildet die Wertentwicklung von 500 kleineren und mittelgroßen börsennotierten chinesischen Unternehmen ab. Gerade diese sogenannten Small- und Mid-Caps weisen häufig ein höheres Wachstum im Vergleich zu großen etablierten Konzernen auf und sind dementsprechend besonders aussichtsreich.

CSI 500 als breitaufgestellte chinesische Depotbeimischung

Die Gewichtung der 500 im Index enthaltenen Unternehmen wird auf jeweils maximal ein Prozent begrenzt, womit hier eine Klumpenbildung und damit ein erhöhtes Anlagerisiko vermieden wird.

Eine Besonderheit des CSI 500 besteht darin, dass zwei Mal im Jahr schwache Index-Mitglieder aussortiert werden und diese so nicht länger auf die Index-Performance drücken können. Der CSI 500 ist damit bestens als breitaufgestellte chinesische Depotbeimischung geeignet. Investierbar ist der CSI 500 zum Beispiel über den Mini-Future (Long) (WKN: MA2XPU / ISIN: DE000MA2XPU7).

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