Bildquelle: Pressefoto Microsoft

Eine neue Ära

In dieser Woche feiert Microsoft (WKN: 870747 / ISIN: US5949181045) ein weiteres besonderes Jubiläum, nachdem der Softwareriese in diesem Jahr bereits das 45-jährige Firmenjubiläum feiern durfte. Dieses Mal geht es um den 35. Geburtstag des Betriebssystems Windows.

Am 20. November 1985 kam Windows 1.0 auf den Markt. Die Älteren von uns dürften sich noch an die blauen Absturzbildschirme erinnern. Trotzdem ist Windows eine Erfolgsgeschichte. Schließlich wurde mit Windows 1.0 die Ära des Personal Computers eingeläutet. Da spielte es keine Rolle, dass weder Bill Gates noch Microsoft den Computer erfunden hatten.

„One-Plattform“-Strategie

Mit der Einführung einer grafischen Oberfläche für die Benutzung von PCs hatte Microsoft für eine Revolution gesorgt. Doch das Aufkommen mobiler Geräte wie Smartphones oder Tablets zwang Microsoft, sich zu ändern. Seit dem Jahr 2015 und der Einführung von Windows 10 ist alles anders. Die Zauberformel lautet „One-Plattform“-Strategie.

Windows 10 soll eine Software-Plattform für alle Geräte darstellen und dabei die spezifischen Eigenschaften von Tablets, Notebooks, Smartphones und sogar der Videospielekonsole Xbox bis hin zum Internet der Dinge sowie der Entwicklung von Hologrammen berücksichtigen. Dabei ist es nicht selbstverständlich, dass Microsoft in der Technologiewelt von heute immer noch führend ist.

Microsoft stellt sich neu auf

Viele hatten Microsoft angesichts neuer aufstrebender Tech-Konzerne bereits zum alten Eisen gezählt. Zumal sich das Unternehmen anfangs im Bereich mobile Geräte schwergetan hatte. Man denke nur an den Nokia-Flop. Unter Konzernchef Satya Nadella konnte Microsoft jedoch in den vergangenen Jahren in altem Glanz erstrahlen.

Er hatte das Unternehmen konsequent in Richtung Cloud Computing ausgerichtet und in den Club der Konzerne geführt, die eine Marktkapitalisierung von mehr als 1 Billion US-Dollar erreichen konnten. Derzeit liegt der Börsenwert sogar über der Marke von 1,5 Billionen US-Dollar. Nun konnte sich Microsoft auch noch im Rahmen der Corona-Krise profilieren.

Corona-Profiteur

Die Cloud-Erlöse sorgten dafür, dass Microsoft im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 (Ende September) konzernweit ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 37,2 Mrd. US-Dollar verbuchen konnte. Das operative Ergebnis kletterte sogar um 25 Prozent auf 15,9 Mrd. US-Dollar.

Microsoft profitiert unter anderem davon, dass im Zuge von Corona immer mehr Firmen HomeOffice-Angebote für ihre Mitarbeiter bereitstellen. Der Konzern unterstützt dies zum Beispiel mit dem Chat-Tool Teams oder dem Instant-Messaging-Dienst Skype. Außerdem bietet die Spielekonsole Xbox eine willkommene Ablenkung in der heimischen corona-bedingten Quarantäne.

Investorenliebling

Dank des anhaltenden Unternehmenserfolgs hat Microsoft mit Bill Gates oder Steve Ballmer einige der reichsten Menschen dieses Planeten hervorgebracht. Darüber hinaus wurden tausende Mitarbeiter dank einer aktienbasierten Boni-Regelung zu Millionären. Auch andere Investoren durften sich über eine beeindruckende Performance der Microsoft-Aktie freuen.

Microsoft gehört auch heute noch zu den Lieblingen der Anleger. Allein in 2020 steht ein Kursplus der Microsoft-Aktie in Höhe von rund 35 Prozent zu Buche. Da der Konzern mittendrin ist, wenn es darum geht die Digitalisierung voranzutreiben, dürfte das Papier auch in den kommenden Jahren einiges an Kurspotenzial mitbringen. Zumal auch die Charttechnik dafür spricht:

Beeindruckender Kursverlauf

Nachdem Microsoft-Aktie Anfang September ein neues Allzeithoch bei rund 233 US-Dollar markiert hatte, notiert das Papier derzeit immer noch deutlich oberhalb der 200-Tage-Linie (193 US-Dollar). Damit ist der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Sollte demnächst der Sprung auf neues Allzeithoch gelingen, wäre die Bahn charttechnisch frei. Das nächste Kursziel wäre dann die runde 300er-Marke.

Auch die langfristige Kursperformance spricht für Microsoft, vor allem, wenn man die Entwicklung seit dem Start von Windows und dem Börsendebut des Konzerns betrachtet. Um Aktiensplits bereinigt kostete eine Microsoft-Aktie beim Börsengang am 13. März 1986 0,072 US-Dollar. Ein Anleger, der damals 1.000 US-Dollar in Microsoft investierte, hätte umgerechnet 13.888 Aktien erhalten. Bei einem heutigen Kurs von 212 US-Dollar würde sich der Wert des Microsoft-Investments auf unterdessen 2.944.256 US-Dollar belaufen.

Wer auf steigende Kurse der Microsoft-Aktie setzt und sogar überproportional von einem Kursanstieg profitieren möchte, schaut sich entsprechende Hebelprodukte (WKN: KB1Y1Y / ISIN: DE000KB1Y1Y0) auf der Long-Seite an.

Bildquelle: Pressefoto Microsoft

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