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Entgangene Einnahmen aus Festivals, Konzerten und Großveranstaltungen wegen der Corona-Beschränkungen haben CTS Eventim (WKN: 547030 / ISIN: DE0005470306) schwer zurückgeschlagen. So brach der Umsatz in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 79 Prozent auf 229 Mio. Euro ein.

Operativ wurde ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) von -18 Mio. Euro verbucht, nach einem EBITDA von +177 Mio. Euro im Vorjahr. Unter dem Strich stand ein Verlust von 62 Mio. Euro zu Buche (Vorjahr: Gewinn 72 Mio. Euro).

Investitionen zurückgefahren

Der Ticketing- und Live-Entertainment-Anbieter hatte eigenen Angaben zufolge umgehend auf die Pandemie mit einer angepassten Kostenstruktur reagiert und so eine Entlastung in zweistelliger Millionenhöhe erzielt. Außerdem wurden Investitionen auf ein Minimum zurückgefahren.

Auflagen der Behörden und Verbote hatten im Frühjahr 2020 Live Entertainment in Deutschland und weltweit weitgehend zum Stillstand gebracht. Wann es wieder Großveranstaltungen in gewohntem Umfang geben wird, ist weiterhin nicht abzusehen.

Neue strategische Partnerschaften

„Wir setzen auch und gerade in der Krise voll auf unsere Stärken: Technologie und Branchenexpertise. Damit überzeugen wir nach wie vor unsere Kunden – bestehende und neue“, erklärte Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg. So schlossen CTS Eventim und die Europäische Handballföderation (EHF) eine umfassende strategische Partnerschaft, bei der CTS Eventim zum offiziellen Ticketpartner für die Handball-Europameisterschaften 2022 und 2024 wird. Außerdem vereinbarte Eventim Sports mit den zwei Fußball-Traditions-Clubs Werder Bremen und Hannover 96 langfristige Partnerschaften im Ticketing und weiteren Bereichen.

Keine Prognose für 2020

Wegen der Pandemie-bedingten Unsicherheiten gibt CTS Eventim weiterhin keine Prognose für das Gesamtjahr 2020 ab. Deshalb hatte der Vorstand bereits Anfang April die Prognose für das Geschäftsjahr zurückgezogen. Wie im April bereits mitgeteilt wurde, wird für die Bereiche Ticketing und Live Entertainment für 2020 ein deutlicher Rückgang beim Umsatz und beim Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erwartet.

Kursverdoppelung

Wegen der Corona-bedingten Veranstaltungsverbote verzeichnete die Aktie von CTS Eventim im Februar und März einen scharfen Kurseinbruch und brach in der Spitze auf knapp über 25 Euro ein. Doch es folgte eine neue Aufholbewegung, im Zuge der sich die Notierungen bis Mitte November wieder in den Bereich der 50er-Marke nach oben arbeiten konnten.

Aktie weiterhin aussichtsreich

Damit ist hier wieder das Januar-2020-Allzeithoch bei 61,55 Euro ins Visier gerückt, sodass sich jetzt ein weiteres Aufholpotenzial von über 20 Prozent eröffnet. Die Chancen für eine Fortsetzung der jüngsten Kurs-Rallye stehen gut, denn CTS Eventim gehört zu den langfristig aussichtsreichsten Aktien im MDAX. So kletterte der Kurs seit dem Börsenstart im Jahr 2000 im Schnitt um elf Prozent jährlich. Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, dass CTS Eventim schon bald wieder an die vorangegangenen Rekordhochs anknüpfen wird.

Anleger, die auf eine Fortsetung der Aufhol-Rallye bei CTS Eventim setzen wollen, können mit einem entsprechenden Long-Zertifikat (WKN: MA3E1P / ISIN: DE000MA3E1P8) gehebelt profitieren.

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[…] Der Ticketing- und Live-Entertainment-Anbieter hat in den ersten neun Monaten einen hohen Verlust eingefahren. An der Börse wurde das rabenschwarze Jahr 2020 aber inzwischen weitgehend verdaut. Am […]