Bildquelle: Pixabay / 11333328

Nicht erst seit Corona oder der Veröffentlichung von Sonys und Microsofts Next-Gen-Konsolen Play Station 5 und Xbox Series X boomt der Gaming-Markt. Dieser wird seit Jahren auch durch Entwicklungen im Bereich E-Sports angekurbelt.

Die nächste Generation

Seit etwa zwei Wochen müssen Videospiele-Fans überall auf der Welt eine wichtige Entscheidung treffen. Es geht um die alles entscheidende Frage, welche Next-Gen-Konsole sie sich kaufen sollen. Zur Auswahl steht im Fall von Sony die Play Station 5 für 499 Euro, während Microsoft die Xbox Series X für 499 Euro sowie die günstigere Variante Xbox Series S für 299 Euro ins Rennen schickt. Zumindest bleibt für die Beantwortung der Frage etwas Zeit. Wer sich keine Konsole rechtzeitig vorbestellt hatte, schaut erst einmal in die Röhre. Sowohl online als auch im stationären Handel sind die begehrten Konsolen im deutschsprachigen Raum derzeit fast überall ausverkauft. Microsoft (WKN: 870747 / ISIN: US5949181045) und Sony (WKN: 853687 / ISIN: JP3435000009) sind jedoch nicht die einzigen Player im Kampf um den Konsolen-Thron. Nintendo ist mit seiner hybriden Spielekonsole Switch ebenfalls mit von der Partie.

Diese erschien bereits im Frühjahr 2017, hat jedoch immer noch sehr viele Fans. Unter anderem, weil sie sich sowohl in Verbindung mit einem externen Bildschirm als auch als Handheld-Konsole nutzen lässt. Spieler können ein Spiel, das sie auf dem heimischen Sofa auf dem großen Fernsehbildschirm begonnen haben, ohne Unterbrechung unterwegs im Handheld-Modus fortführen. Neben weltberühmten Spielecharakteren wie Super Mario, Donkey Kong oder der Zelda-Spielereihe ist Nintendo (WKN: 864009 / ISIN: JP3756600007) ganz besonders für solch innovative Ideen bekannt. Vielen dürfte beispielsweise noch die 2006 erschienene Wii-Konsole in Erinnerung sein. Diese sorgte mit einem bewegungssensitiven Controller für eine Revolution unter den bewegungsgesteuerten Spielen. Es sind solche Innovationen, die Nintendo im Wettbewerb halten, obwohl das japanische Unternehmen in Sachen Hardwareausstattung der Konkurrenz häufig unterlegen ist.

Corona verleiht Gaming-Industrie noch mehr Schub

Derzeit ist es jedoch nicht nur die Frage, welche Next-Gen-Konsole an der Ladentheke am besten abschneiden sollte, die die Spielewelt umtreibt. Das Coronavirus bestimmt auch die Entwicklungen am Gaming-Markt. Die Auswirkungen der Pandemie auf die weltweiten Lieferketten sorgen dafür, dass Microsoft und Sony bei der Auslieferung ihrer neuen Konsolen vor großen Herausforderungen stehen. Die Release-Termine wichtiger Spiele werden ebenfalls verschoben. Allerdings haben Corona, die Lockdowns und der Umstand, dass Menschen häufiger zu Hause bleiben müssen, auch positive Effekte. Schließlich gilt es, sich zu Hause bestmöglich abzulenken.

Dies geht wunderbar, wenn man in digitale Fantasiewelten eintaucht. Entsprechend wird die Videospiele-Branche zu den sogenannten Corona-Profiteuren gezählt. Dies wurde unter anderem an den jüngsten Geschäftszahlen von Nintendo deutlich. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/21 (Ende September) kletterten die konzernweiten Umsätze um 73 Prozent auf 769,5 Billionen Yen (umgerechnet 6,3 Mrd. Euro Euro). Der Nettogewinn schoss von 62,0 Billionen Yen im Vorjahr 213,2 Billionen Yen. In diesem Zeitraum verkaufte Nintendo etwa 12,5 Millionen Switch-Konsolen. Angesichts dieser positiven Entwicklung wurde die Prognose für das Gesamtjahr von 19 auf 24 Millionen verkaufte Einheiten erhöht.

E-Sports bei den Olympischen Spielen?

Während COVID-19 der Videospiele-Industrie einen Schub versetzte, waren bereits zuvor viele positive Trends zu beobachten. Ein wichtiger Wachstumsfaktor ist Cloud Gaming. Dies bedeutet, dass die Spiele auf zentralen Servern vorgehalten werden und diese für deren einwandfreien Betrieb verantwortlich sind. Zudem sind in den vergangenen Jahren reine Online-Spiele wie Pilze aus dem Boden geschossen. Fortnite ist inzwischen jedem ein Begriff. Dank der schnellen Internetverbindungen ist zudem der Anreiz gestiegen, sich mit anderen Spielern überall auf der Welt zu messen. Dies hat dazu geführt, dass E-Sports zu einem weltweiten Phänomen geworden ist und der Videospiele-Branche zusätzliche Relevanz verliehen hat. Die E-Sports-Veranstaltungen erreichen inzwischen das Ausmaß echter Sporthighlights.

Selbst die Preisgelder und die Zuschauerzahlen können mit vielen Sportveranstaltungen mithalten. Wie sehr das Thema in den Mainstream gerät zeigt der Umstand, dass E-Sports bei den Asian Games 2022 zu den offiziellen Sportarten gehören soll. Es wird sogar diskutiert, ob E-Sports im Rahmen der Olympischen Spiele 2024 in Paris als 43. Disziplin eingeführt werden sollte. Auch deshalb ist die Videospiele-Industrie enorm gewachsen und bringt für die kommenden Jahre sogar noch mehr Potenzial mit. Laut dem Researchunternehmen Mordor Intelligence hatte der weltweite Gaming-Markt 2019 ein Volumen von 151,6 Mrd. US-Dollar. Bis 2025 soll er auf etwa 257,0 Mrd. US-Dollar anwachsen, was einem jährlichen Plus von fast 10 Prozent entsprechen würde. Entsprechend ergeben sich auch Anlegern interessante Investmentmöglichkeiten.

Fazit

Rechtezeitig zum Weihnachtsgeschäft brachten Sony und Microsoft ihre Spielekonsolen Playstation 5 und Xbox Series X heraus. Auch Nintendo mischt mit der Switch kräftig mit. Corona hat sogar dafür gesorgt, dass Videospiele noch wichtiger geworden sind, um sich zu Hause abzulenken. Gleichzeitig reicht es Gamern nicht mehr aus, die Spiele ausschließlich allein auf dem heimischen Sofa zu spielen. Man will sich in Wettbewerben messen. Diese haben inzwischen das Ausmaß echter Sportveranstaltungen erreicht. Über E-Sports wird genauso wie über echten Sport berichtet. Anleger haben spannende Möglichkeiten, eine auf E-Sports & Videospiele bezogene Anlagestrategie zu fahren: Eine von ihnen ist das Open-End Partizipationszertifikat auf den aktiv gemanagten Vontobel E-Sports & Gaming Index (WKN: VP9VJV / ISIN: DE000VP9VJV9).

Bildquelle: Pixabay / 11333328

0 0 vote
Article Rating
Bitte teilen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments