Bildquelle: Pressefoto Krones

Der Verpackungs- und Abfüllungsanlagen-Hersteller Krones (WKN: 633500 / ISIN: DE0006335003) drückt kräftig auf die Kostenbremse. Wie am Donnerstagmorgen bekanntgegeben worden ist, wird das Unternehmen die Personalkapazitäten dem kurz- und mittelfristig niedrigeren Geschäftsvolumen anpassen, um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Weitere 350 Stellen sollen abgebaut werden

Dazu hat Krones einem Teil seiner in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter individuelle und freiwillige Angebote zur Aufhebung des Arbeitsverhältnisses unterbreitet. Laut der Meldung sollen rund 400 Mitarbeiter das Angebot angenommen haben. Darüber hinaus hat der Vorstand am Donnerstag über weitere strukturelle Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung entschieden. Beschlossen wurde, zusätzlich 350 Stellen an den inländischen Standorten abzubauen. Dieser zusätzliche Personalabbau soll laut Krones möglichst sozialverträglich umgesetzt werden.

Krones zufolge fallen für die strukturellen Maßnahmen im Geschäftsjahr 2020 insgesamt Aufwendungen von rund 65 Mio. Euro an. Deshalb wird für 2020 mit einer EBITDA-Marge von 3,5 bis 4,0 Prozent gerechnet. Ohne die Aufwendungen für die Personalmaßnahmen entspricht dies der bisher prognostizierten EBITDA-Marge von 5,5 bis 6,0 Prozent (2019: 5,7 Prozent).

Kräftiger Gewinnrückschlag

Krones wurde durch die Corona-Krise kräftig zurückgeschlagen, wie die jüngsten Geschäftszahlen gezeigt haben. Der Umsatz brach in den ersten neun Monaten 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro ein. Der Nettogewinn verringerte sich um 57 Prozent auf 17 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2020 wird ein Umsatzrückgang um 17 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro erwartet.

Belebung des Auftragseingangs

Vorstandschef Christoph Klenk gibt sich dennoch optimistisch. Demnach hat Krones in den vergangenen Quartalen die Kostenstrukturen deutlich verbessert. Er verweist darauf, dass sich Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal im Vergleich zum zweiten Quartal stabilisiert haben, der Auftragseingang habe sich sogar deutlich belebt. So wurden im dritten Quartal Bestellungen im Wert von 844 Mio. Euro verbucht, was ein Plus von 37 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal bedeutet.

Kosten sollen weiter gesenkt werden

Laut CEO Klenk ist Krones stabil aufgestellt. Das soll aber nicht heißen, dass schnell wieder ein Umsatz auf Vorkrisen-Niveau erwartet wird. Demnach wollen viele der Kunden in den kommenden Jahren weniger investieren als im Jahr 2019, dem Jahr vor der Corona-Krise. Deshalb sollen die Kosten weiter gesenkt werden. Klenk erklärte aber, dass der Markt, auf dem Krones tätig ist, ein Wachstumsmarkt ist, der nach der Krise wieder viele Chancen bieten wird.

Aktie wieder im Aufwärtstrend

Nachdem die Aktie von Krones im Juni 2018 ein Allzeithoch bei 122 Euro markierte, brachen die Notierungen bis zum März dieses Jahres um 66 Prozent auf rund 42 Euro ein. Bis Anfang Dezember konnte sich die Aktie wieder bis zeitweise in den Bereich der 61er-Marke nach oben arbeiten. Damit notiert die Aktie im Abstand von elf Prozent über der 200-Tage-Linie (55 Euro), womit die Trendpfeile hier wieder nach oben zeigen.

Weiteres Aufholpotenzial

Gelingt der Ausbruch über das Juni-Hoch bei 64,50 Euro, stellt sich das nächste Kursziel auf das 2020er-Jahreshoch vom Januar bei 75,50 Euro. Damit eröffnet sich hier ein weiteres Aufholpotenzial von 24 Prozent.

Anleger, die von einer Fortsetzung der jüngsten Aufholbewegung der Krones-Aktie überzeugt sind, können mit einem passenden Hebelprodukt (WKN: MC8D5M / ISIN: DE000MC8D5M8) überproportional von Kursgewinnen profitieren. Pessimisten haben mit einem entsprechenden Short-Produkt (WKN:  MC1YZX / ISIN: DE000MC1YZX8) die Chance, auf fallende Kurse zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto Krones

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