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Anleger, die auf der Suche nach möglichst aussichtsreichen Investments sind, die von den großen Megatrends profitieren dürften, stoßen in der Regel schnell auf das Thema „Artificial Intelligence (AI)“, also auf den Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Die KI soll in Zukunft für Revolutionen sorgen, wie einst der Durchbruch der Heimcomputer, des Internets oder der Smartphones. Doch was ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Bei Künstlicher Intelligenz handelt es sich vor allem um eine Art der Automatisierung intelligenten Verhaltens, was im Grunde genommen bedeutet: Maschinen sind so programmiert, dass sie eine dem Menschen ähnliche Intelligenz nachbilden und Probleme analysieren können und dementsprechend eigenständig handeln.

KI in immer mehr Bereichen im Einsatz

Was bei vielen Arbeitnehmern die Angst um den Verlust der eigenen Arbeitsstelle auslösen dürfte, ist für Unternehmen möglicherweise ein entscheidender Faktor für den zukünftigen Erfolg. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass KI auch dank immer leistungsfähigerer Prozessoren inzwischen in den unterschiedlichsten Bereichen längst zum Einsatz kommt, und zwar nicht nur im IT-Sektor, sondern beispielsweise auch in der Pharmabranche, dem Tourismus, dem Agrarsektor, in der Medizintechnik oder beim Militär. Deshalb bringen sich immer mehr Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz in Position, allen voran die großen Tech-Giganten aus den USA, die zu den Pionieren im Bereich der Künstlichen Intelligenz gehören.

Microsoft: Herausragend positioniert im KI-Bereich

Ein Parade-Beispiel hierfür ist Microsoft (WKN: 870747 / ISIN: US5949181045). Die meisten Menschen verbinden den US-Konzern natürlich mit seinen Software-Produkten Windows und Office, mit denen das von Bill Gates gegründete Unternehmen unbestrittener Weltmarktführer ist. Doch auch im KI-Bereich hat Microsoft inzwischen eine herausragende Marktposition. Hier betrat der Konzern bereits in den 1990er-Jahren mit den digitalen Assistenten Clippy und bereits zuvor mit dem weniger bekannten Bob Neuland. Die Fähigkeiten dieser Helfer waren beschränkt, doch das Prinzip war ähnlich. Eine Art Chatbot sollte den Nutzern das Ausführen komplizierter Aufgaben erleichtern.

Diese Assistenten scheiterten zwar, doch dem Engagement von Microsoft im KI-Bereich tat dies keinen Abbruch. So bietet der Tech-Gigant neben dem Cortana-Assistenten über die 2010 gegründete Cloud-Computing-Plattform Azure KI-Werkzeuge etwa für Sprach- und Bilderkennung, Robotik oder das Gesundheitswesen an. Auch bei der Gesichtserkennung ist Microsoft aktiv und unterstützt das US-Militär mit KI-Technologie.

Entwicklung eines Super-Computers

Microsofts KI-Forschungsabteilung MSR AI arbeitet fortwährend daran, diese Angebote zu verbessern und betreibt Grundlagenforschung zum Beispiel bei der Verarbeitung natürlicher Sprache. Sofern möglich, wird die KI-Technologie in die eigenen Software-Produkte integriert, um im Textverarbeitungsprogramm Word KI-basierte Textvorschläge zu erzeugen oder Redakteure des eigenen Informationsportals MSN durch KI-Redakteure zu ersetzen. Wie wichtig Microsoft den KI-Trend nimmt, zeigte sich beispielsweise auch im vergangenen Jahr 2019, in dem eine Mrd. US-Dollar in OpenAI investiert wurde. Die beiden Unternehmen entwickeln unter anderem einen Azure-basierten Supercomputer für KI-Forschung.

Künstliche Intelligenz hilft auch in der Corona-Krise

Auch in den Klassenzimmern kommen Microsofts KI-Technologien mehr und mehr zum Einsatz. So hilft Microsofts „Immersive Reader“ Schülern aller Leistungsstufen, Texte besser zu lesen und zu verstehen. Akustische und visuelle Hinweise sowie Hervorhebungen von Designelementen verbessern dabei die Konzentration auf den Text. Laut Microsoft nutzen bereits weltweit mehr als 23 Millionen Menschen pro Monat den Immersive Reader. Zwischen Februar und Mai 2020, als viele Schulen auf Fernunterricht umstiegen, wuchsen die Nutzungszahlen Microsoft zufolge um 560 Prozent. Das zeigt, dass KI auch dank der Corona-Krise immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Google-Mutter Alphabet: Zahlreiche KI-Einsatzgebiete

Ein anderer Konzern, der im KI-Bereich zu den Big Playern gehört, ist beispielsweise Alphabet (WKN: A14Y6H / ISIN: US02079K1079). Der Mutterkonzern von Google stützt sich auf die KI-gestützten Software-Angebote der Tochterunternehmen. So hilft KI beispielsweise Google bei der Auswahl von relevanten Suchergebnissen, Spracherkennung, dynamischen Werbeanzeigen, Spam-Filtern, Empfehlungsalgorithmen für das Video-Portal YouTube, Bilderkennung mit Google Lens und dem digitalen Helfer Google Assistant. Auch bei autonomen Autos sowie Robotik- und Drohnentechnologie kommt KI zum Einsatz.

Neue Anwendungsgebiete sollen erschlossen werden

Abseits der Produktentwicklung betreiben Google Brain und die KI-Spezialisten von Deepmind Grundlagenforschung, mit denen KI-Anwendungen in bisher unerschlossene Industriesparten wie das Gesundheitswesen integriert werden. Die Alphabet-Tochter Google entwickelt außerdem das weit verbreitete KI-Framework TensorFlow. Dieses wird von Alphabet und Forschern weltweit für die KI-Entwicklung genutzt und stellt die Grundlage zahlreicher KI-Anwendungen wie unter anderem Deepfakes dar. Damit sind realistisch wirkende Medieninhalte gemeint, die durch Techniken der künstlichen Intelligenz abgeändert und verfälscht werden können.

Fazit

Der Megatrend hin zur künstlichen Intelligenz steht noch ganz am Anfang und dürfte in naher Zukunft auch viele traditionelle Industriebereiche revolutionieren. Anleger, die von diesen Entwicklungen profitieren möchten, können sich die Aktien großer Tech-Giganten in diesem Bereich näher ansehen, zu denen beispielsweise auch Microsoft und Alphabet gehören.

Wer auf eine breite Auswahl von Unternehmen setzen will, die im Bereich Künstliche Intelligenz aktiv sind, sollte einmal einen Blick auf den Solactive Global AI 1.2% AR Index werfen. Dieser Index bildet die Wertentwicklung von insgesamt sieben Branchenvertretern ab. Dazu zählen neben Microsoft und Alphabet auch Cisco Systems, Amazon, Salesforce, Facebook und IBM. Investierbar ist dieser Index beispielsweise über einen Mini-Future Long (WKN: MA2L82 / ISIN: DE000MA2L826).

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