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Die Geschäfte der Allgeier-Tochtergesellschaft Nagarro (WKN: A3H220 / ISIN: DE000A3H2200), die für das globale Technologieberatungs- und Software-Entwicklungsgeschäft verantwortlich ist, laufen hervorragend. Deshalb kündigte das IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen Allgeier (WKN: A2GS63 / ISIN: DE000A2GS633) im Sommer an, die Tochter im Dezember im Rahmen eines „Spin-off“ vom Konzern abzuspalten und als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen. Ziel der Abspaltung sei es dabei, dass Nagarro mit einem eigenständigen Listing und Branding im Markt mehr Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit erlangt.

Heute startet der Börsenhandel

Diese Abspaltung wurde nun durchgeführt, wie Allgeier in einer entsprechenden Pressemitteilung am Mittwochmorgen verkündete. Demnach beginnt heute der Handel mit den Stammaktien von Nagarro unter dem Börsenkürzel „NA9“ an der Frankfurter Wertpapierbörse im Marktsegment Prime Standard.

Gemäß des Abspaltungsvertrags erhalten die Aktionäre von Allgeier eine Aktie der Nagarro SE für je eine Aktie der Allgeier SE. Durch die Abspaltung werden die Aktionäre von Allgeier somit mit 100 Prozent am Grundkapital von Nagarro beteiligt sein.

Kräftiger Umsatzanstieg geplant

Nagarro ist global präsent im Bereich der digitalen Produktentwicklung und beschäftigt mehr als 8.400 Mitarbeiter in 25 Ländern. Zum Angebots-Portfolio gehören Digital Product Engineering, Digital Commerce und Customer Experience, Managed Services, Beratung für Unternehmensressourcenplanung (ERP) sowie weitere Dienstleistungen.

In den ersten neun Monaten 2020 erzielte Nagarro einen Umsatz in Höhe von 321 Mio. Euro. Für 2021 wird eine organische Umsatzwachstumsrate im Bereich von 15 Prozent angepeilt.

Aussichtsreiche Aktie

Der Eröffnungskurs der Nagarro-Aktie lag am Mittwochmorgen bei 69 Euro, was einem Börsenwert von 785 Mio. Euro entspricht. Zeitweise legte die Aktie am Vormittag um über sechs Prozent auf 73,50 Euro zu. Das deutet darauf hin, dass die Abspaltung von Allgeier und der Börsengang von Anlegern positiv bewertet wird. Gut möglich ist, dass sich die Nagarro-Aktie ähnlich positiv entwickeln wird wie die der ehemaligen Muttergesellschaft Allgeier. Auf Zehnjahressicht legte der Aktienkurs im Schnitt um 23 Prozent pro Jahr zu.

Durch die Abspaltung ist die Allgeier-Aktie am Mittwoch mit einem Abschlag von zeitweise 79 Prozent in den Handel gestartet. Dieser ergibt sich daraus, dass Allgeier im Zuge des Spin-off 85 Prozent des bisherigen Betriebsgewinns (EBITDA) verliert. Künftig wird Allgeiers Geschäftsfokus also nur noch auf dem deutschsprachigen Raum liegen. Die Geschäftsaussichten bleiben aber weiterhin gut. Aktionäre sollten die Allgeier-Aktie und die nun zugeteilten Nagarro-Anteile halten.

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