Bildquelle: Pressefoto Tesla

450 Autos haben gefehlt, dann hätte Tesla (WKN: A1CX3T / ISIN: US88160R1014) mit 500.000 an Kunden ausgelieferten Fahrzeugen eine wichtige (psychologische) Marke geknackt. Trotzdem war 2020 für den kalifornischen Elektrowagenbauer ein unglaublich erfolgreiches Jahr. 2021 soll es sogar noch besser laufen.

Börsenliebling Tesla

Schließlich will sich Tesla nicht mit knapp einer halben Million verkauften Elektroautos pro Jahr begnügen. Konzernchef Elon Musk hat schon vor Jahren deutlich gemacht, dass er die gesamte Autobranche umkrempeln und die Mobilität der Zukunft bestimmen möchte. Diese besteht nicht nur darin, dass irgendwann hauptsächlich elektrisch angetriebene Autos auf unseren Straßen fahren. Die Autos sollen dies auch selbständig tun können.

Die „Robotaxis“ sind zwar nicht ganz so schnell auf den Markt gekommen, wie von Musk vorhergesagt, allerdings ist Tesla schon heute führend, wenn es darum geht, autonom fahrende Autos auf die Straßen zu bringen und die gesammelten Daten zu nutzen. Außerdem ist es nichts Ungewöhnliches, dass Tesla die vollmundigen Ziele des Konzernchefs erst mit etwas Verzögerung erreicht. Börsianer haben sich daran inzwischen gewöhnt.

 

Wenige Alternativen

Investoren konzentrieren sich viel lieber auf die Möglichkeiten, die sich Tesla in Zukunft bieten. Gleichzeitig suchen insbesondere junge Anleger nach sogenannten Nachhaltigen oder Grünen Investments. Auch wenn Tesla lediglich rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge verkauft, ist die Ökobilanz alles andere als lupenrein. Da wären zum Beispiel der Lithium-Einsatz bei den Batterien oder der Kohlestrom für das Aufladen der Akkus zu nennen.

Allerdings bleiben auch nicht allzu viele Alternativen. Ein weiterer Grund, warum die Nachfrage nach der Tesla-Aktie in 2020 so groß war und das Papier auf Jahressicht einen Kurssprung von mehr als 700 Prozent hinlegen konnte. Zur Krönung wurde Tesla im Dezember in den S&P 500 aufgenommen. Gleich von Beginn gehört der Wert neben Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) & Co zu den absoluten Indexschwergewichten.

Neue Konkurrenz?

Angesichts der erreichten Höhen bleibt im Fall der Tesla-Aktie jedoch die Frage, wie viel Luft nach oben bleibt. Zumal der Konzern insbesondere in China, dem größten Automobilmarkt der Welt, angreifen möchte. Gerade dort muss sich Tesla immer mehr mit aufstrebenden Branchenvertretern wie NIO (WKN: A2N4PB / ISIN: US62914V1061), Li Auto (WKN: A2P93Z / ISIN: US50202M1027) oder Xpeng (WKN: A2QBX7 / ISIN: US98422D1054) auseinandersetzen.

Diese haben in diesen tagen deutliche Absatzsteigerungen für 2020 vermeldet, kommen jedoch bei weiten nicht an die von Tesla ausgelieferten 499.550 Autos heran. Mit dieser Zahl bleib Tesla innerhalb der eigenen Prognose von etwa 477.750 bis 514.500 Autos, während die Analystenerwartungen für das Schlussquartal geschlagen wurden. Zwischen Oktober und Dezember 2020 wurden 180.570 Autos ausgeliefert, während der FactSet-Konsens bei 174.000 Auslieferungen gelegen hatte.

Allerdings sind die Absatzzahlen nicht mehr der einzige Faktor, der bei der Bewertung von Tesla beachtet wird. Der Konzern wird inzwischen von vielen Börsianern eher als Technologieunternehmen wahrgenommen und in einem Atemzug mit Apple, Amazon (WKN: 906866 / ISIN: US0231351067) oder Facebook (WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027) genannt. Allein zu dieser Gesellschaft zu gehören beschert der Tesla-Aktie einiges an Auftrieb.

Anleger, die von der Fortsetzung der Kurs-Rallye bei Tesla überzeugt sind, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MA3XL5 / ISIN: DE000MA3XL54) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

Bildquelle: Pressefoto Tesla

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