Bildquelle: Pressefoto Alibaba

Ende Oktober 2020 erreichte die Alibaba-Aktie (WKN: A117ME / ISIN: US01609W1027) bei 319 US-Dollar ein neues Rekordhoch. Damit krönte das Papier einen steilen Anstieg. Der chinesische E-Commerce-Riese hatte auch in Zeiten der Corona-Krise seine Stärke unter Beweis gestellt.

Luxus ist Trumpf

Alibaba profitierte weiterhin von der anhaltenden Kauflust der chinesischen Konsumenten und der Verbreitung des mobilen Internets. Ein wichtiger Teil dieses Wachstums ist der Luxusgütersektor. Eine Studie von Bain & Company und der Handelsplattform Tmall zeigt, dass der Luxusgüterbereich in China insbesondere in der Corona-Krise Marktanteile gewinnen konnte und bis 2025 weltweit führend sein sollte.

Zu den weiteren Erfolgsfaktoren bei Alibaba gehört, ähnlich wie beim US-Konkurrenten Amazon, die Konzentration auf den wachstumsstarken Cloud-Bereich. Trotzdem büßte die Alibaba-Aktie zuletzt gegenüber ihrem Ende Oktober verbuchten Allzeithoch knapp 30 Prozent an Wert ein. Dazu hatten verschiedene Entwicklungen beigetragen, die nicht direkt mit dem Unternehmenserfolg Alibabas zusammenhängen.

Firmengründer verschwunden

Die Alibaba-Fintech-Tochter Ant Financial sollte den größten Börsengang aller Zeiten aufs Parkett legen. Daraus wurde jedoch nichts. Die chinesischen Behörden verhinderten dies. Zudem berichtete die „Financial Times“, dass Alibaba-Gründer Jack Ma inzwischen seit mehr als zwei Monaten nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen war. Zumal er im Oktober 2020 noch die chinesischen Regulierungsbehörden ungewöhnlich scharf kritisiert hatte.

Darüber hinaus nahmen die chinesischen Kartellwächter zuletzt Alibaba selbst ins Visier und leiteten Ermittlungen gegen den E-Commerce-Giganten ein. Gleichzeitig könnten immer mehr in den USA gelistete Unternehmen aus China Teil des Handelsstreits zwischen den beiden Wirtschaftsmächten werden. Alibaba hatte sich mit einem Zweitlisting an der Börse in Hongkong für diesen Fall etwas abgesichert.

FAZIT

Die jüngsten Entwicklungen rund um das Verschwinden von Jack Ma, das geplatzte Ant Financial-IPO, die Kartellermittlungen, oder die möglichen Auswirkungen des Handelsstreits auf chinesische Unternehmen haben die Stimmung an den Börsen rund um Alibaba eingetrübt. Daher sollten Anleger trotz der Erfolge des Unternehmens abwarten, bis etwas mehr Klarheit herrscht – zum Beispiel im Hinblick darauf, wie die chinesischen Behörden in Zukunft mit marktdominanten Unternehmen wie Alibaba umgehen werden.

Wer auf steigende Kurse der Alibaba-Aktie setzt und sogar überproportional von einem Kursgewinn profitieren möchte, schaut sich entsprechende Long-Hebelprodukte (WKN: VE2U9D / ISIN: DE000VE2U9D1) an. Pessimisten haben Gelegenheit, mit Short-Hebelprodukten (WKN: VQ13GQ / ISIN: DE000VQ13GQ3) auf fallende Kurse der Alibaba-Aktie zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto Alibaba

0 0 vote
Article Rating
Bitte teilen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
1 Kommentar
Inline Feedbacks
View all comments
trackback

[…] steht wiederum bei zwei Punkten im Blick. Das Verschwinden von Alibaba-Chef Jack Ma ist nach wie vor ungeklärt und sorgt für Unruhe bei den Investoren der großen chinesischen […]