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Südzucker (WKN: 729700 / ISIN: DE0007297004) konnte zuletzt in einigen Geschäftsbereichen kleine Erfolge einfahren. Dagegen bleibt das traditionelle Geschäft mit Zucker schwierig.

Keine Überraschungen

Der Konzern hatte bereits Mitte Dezember 2020 vorläufige Ergebnisse zu den ersten neun Monaten (1. März bis 30. November 2020) des Geschäftsjahres 2020/21 vorgelegt. Nun gab es genauere Zahlen, jedoch keine großen Überraschungen. Einmal mehr galt es auch die Folgen der Corona-Pandemie zu bedenken.

Die Umsatzerlöse lagen konzernweit bei 5,089 Mrd. Euro und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 5,028 Mrd. Euro. Während der Umsatz im Segment CropEnergies leicht zurückging und in den Segmenten Zucker und Frucht auf Vorjahresniveau lag, stieg er im Segment Spezialitäten laut Unternehmensangaben moderat an.

Zucker-Segment bereitet Kopfzerbrechen

Im wichtigen Segment Zucker konnte sich der SDAX-Konzern über gestiegene Zuckererlöse freuen, dafür musste Südzucker mit einer deutlich geringeren Absatzmenge fertig werden. Neben einer geringeren Zuckererzeugung machten sich auch die COVID-19-Effekte bemerkbar.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass die höheren Zuckererlöse trotz einer geringeren Absatzmenge oder höherer Produktionskosten zu einer Verringerung des operativen Verlustes in diesem Segment von -146 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf nun -80 Mio. Euro beigetragen haben.

COVID-19 als Belastungsfaktor

Während Südzucker in einigen Bereichen wie dem Verkauf von Tiefkühlpizza in Zeiten von Lockdowns sogar profitieren kann, bleiben die COVID-19-Effekte vor allem auf den Bereich Zucker negativ. Hinzu kommen Probleme wie Trockenheit und ein verstärkter Schädlingsbefalls in einigen Rüben-Anbaugebieten, so dass die Prognose bereits im Dezember gesenkt wurde.

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Derzeit geht das Management für das laufende Geschäftsjahr von einem Umsatz von 6,6 bis 6,8 Mrd. Euro aus, nach 6,7 Mrd. Euro im Vorjahr. Zeitweise hatte man sich einen Wert von 6,9 bis 7,2 Mrd. Euro zugetraut. Die Prognose für das operative Konzernergebnis wurde im Dezember von 300 bis 400 Mio. Euro auf 190 bis 240 Mio. Euro nach unten gefahren. Der Vorjahreswert lag bei 116 Mio. Euro.

Angesichts dieser Aussichten ist es wenig verwunderlich, dass die Analysten bei Barclays bei ihrem „Underweight“-Rating für die Südzucker-Aktie und einem Kursziel in Höhe von 9,60 Euro geblieben sind. Als Begründung dient vor allem die Absatzschwäche im Segment Zucker.

FAZIT

Südzucker muss weiterhin mit vielen Herausforderungen fertig werden. Die Folgen von COVID-19 sind nur eine dieser Herausforderungen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Südzucker-Aktie zuletzt eine Art Boden erreichen und sogar eine leichte Erholungsbewegung starten konnte. Schnäppchenjäger könnten über einen Einstieg nachdenken. Zumal die schlechten Nachrichten nun eingepreist sein könnten.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der Südzucker-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des Papiers profitieren möchten, schauen sich entsprechende Hebelprodukte (WKN: MA4E6L / ISIN: DE000MA4E6L5) auf der Long-Seite an.

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[…] nicht gerade in einer besonders positiven Weise. Der Konzern hat insbesondere im Zuckergeschäft nicht nur mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, sondern auch mit Problemen wie… zu […]