Bildquelle: Pressefoto Wacker Chemie AG

Derzeit reißen sich Anleger um fast alle Werte, die irgendwie mit dem Thema grüne Zukunftstechnologien zu tun haben. So auch um Wacker Chemie (WKN: WCH888 / ISIN: DE000WCH8881). Schließlich ist das Chemieunternehmen Zulieferer der Solarindustrie.

Starker Euro sorgt für Währungseffekte

Das MDAX-Unternehmen konnte nun auch erfreuliche Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2020 präsentieren. Die Münchner profitierten unter anderem von einer guten Nachfrage nach Polysilicium, einer stabilen Nachfrage im Baubereich und Einsparungen.

Die konzernweiten Umsatzerlöse lagen 2020 bei 4,69 Mrd. Euro. Dies ist ein Rückgang um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings kann sich der moderate Rückgang angesichts der Herausforderungen rund um COVID-19 sehen lassen.

Wacker Chemie hatte jedoch nicht nur mit niedrigeren Absatzmengen im Vorjahresvergleich zu kämpfen. Dem Unternehmen machten auch Währungseffekte, in diesem Fall ein relativ starker Euro, zu schaffen.

Bildquelle: Pressefoto Wacker Chemie AG

Einsparungen machen sich bezahlt

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel um 15 Prozent auf 665 Mio. Euro. Dafür war jedoch hauptsächlich ein positiver Sondereffekt im Vorjahr verantwortlich. Bereinigt lag der Rückgang lediglich bei 1 Prozent.

Der Nettogewinn lag bei 200 Mio. Euro, nachdem Abschreibungen im Vorjahr noch für einen Verlust in Höhe von 630 Mio. Euro gesorgt hatten. Geholfen hat in diesem Fall eine Ergebnisverbesserung durch das angelaufene Effizienzprogramm in Höhe von 50 Mio. Euro in 2020.

Filetstück Siltronic

Damit zeigte Wacker Chemie, dass Anleger dem Unternehmen zurecht vertrauten, nachdem die Wacker Chemie-Aktie im Zuge des corona-bedingten Börsen-Crashs bis auf 30 Euro abgestürzt war. Inzwischen notiert das Papier wieder im Bereich von 124 Euro.

Ein Kursplus von etwas mehr als 300 Prozent innerhalb von nicht einmal einem Jahr kann sich mehr als nur sehen lassen. Zumal mit der geplanten Übernahme von Siltronic (WKN: WAF300 / ISIN: DE000WAF3001) durch das taiwanesische Unternehmen GlobalWafers weiteres Kurspotenzial generiert wurde.

Höheres Angebot

Wacker Chemie hielt zuletzt etwas mehr als 30 Prozent an Siltronic, während GlobalWafers sein Übernahmeangebot inzwischen zwei Mal angehoben hatte.

Bildquelle: Pressefoto Siltronic AG

Das höhere Angebot für Siltronic war auch der Hauptgrund, warum man sich bei den Analysten bei der Baader Bank dazu entschlossen hatte, das Kursziel für Wacker Chemie von 130,00 auf 137,00 Euro nach oben zu schrauben und das „Buy“-Rating zu bestätigen.

FAZIT

Wacker Chemie dürfte kurzfristig von der geplanten Siltronic-Übernahme, der erwarteten Konjunkturerholung nach der Corona-Delle und der guten Stimmung rund um Werte, die direkt oder indirekt dem Bereich grüne Zukunftstechnologien zugeordnet werden können, profitieren.

Wer bei Wacker Chemie von weiter steigenden Kursen ausgeht, kann hier zu entsprechenden Long-Hebelprodukten greifen (WKN: MA3ZKC / ISIN: DE000MA3ZKC9).

Bildquelle: Pressefoto Wacker Chemie AG

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[…] Wacker Chemie konnte sich 2020 trotz Corona überraschend gut behaupten. Außerdem weckt der Siltronic-Anteilsverkauf beim MDAX-Chemie-Konzern Fantasien. Die Aktie des Chemie-Konzerns kletterte am Dienstag zeitweise […]