Bildquelle: Pressefoto Amazon

Am Dienstagabend sollten Amazon (WKN: 906866 / ISIN: US0231351067) und Alphabet (WKN: A14Y6H / ISIN: US02079K1079) für eines der Highlights der laufenden US-Berichtssaison sorgen. Beide Technologieriesen enttäuschten diese Erwartungen nicht. Zumal es auch abseits der nackten Zahlen spannendes zu berichten gab.

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Andy Jassy übernimmt

Mit Amazon-Chef und -Gründer Jeff Bezos hatte Amazon in den vergangenen Jahren ein Gesicht nach außen. Doch die Tage mit Bezos auf dem Posten des CEO sind vorbei. Ab dem dritten Quartal 2021 wird der Chef der Cloud-Sparte Andy Jassy den CEO-Posten übernehmen.

Bezos soll dann Executive Chairman werden. Bezos will sich in Zukunft anderen Projekten zuwenden, zu denen auch der Bereich Raumfahrt gehört, und damit ein weiteres Feld, auf dem er sich mit Tesla-Chef Elon Musk messen kann. Doch auch die jüngsten Amazon-Zahlen verdienten Aufmerksamkeit.

Rekordumsatz

Wenig überraschend konnte Amazon ein neues Rekordquartal verbuchen. Die Umsätze erreichten einen neuen Höchstwert. Erstmals überhaupt wies der Konzern für einen Dreimonatszeitraum Erlöse von mehr als 100 Mrd. US-Dollar aus. Der Wert konnte im Vorjahresvergleich um 44 Prozent auf 125,6 Mrd. US-Dollar gesteigert werden.

Bildquelle: Pressefoto Amazon.de

Amazons Schwäche war lange Zeit die Ergebnisseite. Doch dieses Mal schoss der Nettogewinn von 3,3 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf nun 7,2 Mrd. US-Dollar. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Nettogewinn je Aktie bei 14,09 US-Dollar. Sowohl auf der Umsatzseite als auch bei den Ergebnissen wurden die Markterwartungen regelrecht pulverisiert.

Amazon kam der anhaltende E-Commerce-Boom zugute. Dieser wurde durch Corona zusätzlich verstärkt. Außerdem wurde der Prime Day corona-bedingt verschoben. Gleichzeitig macht sich das starke Wachstum im Cloud-Bereich Amazon Web Services (AWS) bemerkbar. Kein Wunder, dass der Chef dieser Sparte, in Zukunft den Unternehmensvorsitz übernehmen soll.

Bildquelle: Pressefoto Google

Starkes Werbegeschäft

Auch die Google-Muttergesellschaft Alphabet mischt kräftig im Cloud-Geschäft mit. Dies sieht man unter anderem an den enormen Investitionen.

Diese brachten Alphabet im vierten Quartal 2020 in dieser Sparte einen Verlust in Höhe von 5,6 Mrd. US-Dollar ein. Das Umsatzplus bei Google Cloud lag bei knapp 47 Prozent auf 3,8 Mrd. US-Dollar.

Konzernweit lagen die Erlöse im Dezember-Quartal bei 56,9 Mrd. US-Dollar. Ein Zuwachs von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte von 10,7 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf nun 15,2 Mrd. US-Dollar. Anleger feierten Alphabet dafür, dass der Konzern trotz Corona weiterhin ein starkes Werbegeschäft verbuchen konnte, insbesondere bei YouTube.

Auf diese Weise lag das konzernweite Umsatzplus sogar über dem Vorjahreswert. Darüber hinaus lagen sowohl Gewinn als auch Umsatz über den jeweiligen Markterwartungen.

FAZIT

Sowohl Amazon als auch Alphabet bleiben für Anleger attraktiv. Ihre Stellung in den Bereichen E-Commerce bzw. Internetwerbung sowie als sogenannte Plattform-Unternehmen befähigen sie auch in anderen Bereichen zu investieren und mit der Zeit Fuß zu fassen.

Anleger, die auf eine Kurs-Rallye bei Amazon setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen profitieren möchten, schauen sich entsprechende Hebelprodukte (WKN: VP8LNW / ISIN: DE000VP8LNW2) auf der Long-Seite an. Entsprechende Produkte (WKN: VP9080 / ISIN: DE000VP90804) gibt es natürlich auch für die Alphabet-Aktie.

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