Bildquelle: Pressefoto Varta

So kann es an der Börse manchmal gehen. Da präsentiert VARTA (WKN: A0TGJ5 / ISIN: DE000A0TGJ55) starke Geschäftszahlen und die Aktie des Batterieherstellers muss nach der Kursrallye der vergangenen Monate deutliche Kursverluste hinnehmen. Doch dieses Mal waren nicht nur Gewinnmitnahmen schuld an dem Kursminus.

Unter den Erwartungen

Obwohl das Management sehr optimistisch in das Geschäftsjahr 2021 blickt, bleibt die Prognose dann doch etwas hinter den Markterwartungen zurück. Die Umsatzerlöse sollen in 2021 bei 940 Mio. Euro liegen. Allerdings dürfte der Jahresauftakt coronabedingt holprig ausfallen. Das Wachstum wird vor allem in der zweiten Jahreshälfte erwartet.

Zudem hatten Analysten zuletzt laut FactSet im Schnitt Umsatzerlöse von etwas mehr als 1 Mrd. Euro vorhergesagt. Das Knacken der Milliardenmarke wäre ein wichtiger Meilenstein gewesen. Da half es erst einmal wenig, dass von Managementseite eine höhere Profitabilität prognostiziert wurde und es erstmals seit dem IPO eine Dividende geben soll.

Positive Aussichten

Mittel- bis langfristig sieht sich VARTA weiterhin hervorragend aufgestellt. Der MDAX- und TecDAX-Konzern profitiert als Technologie- und Innovationsführer von Trends wie der steigenden Nachfrage nach immer kleineren und leistungsfähigeren Batterien im Knopfzellen-Format.

Bildquelle: Pixabay / Alexei_other

Auch deshalb sollen die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Zellen weiter ausgebaut werden. Allerdings könnten einige Investoren Bauchschmerzen bekommen, wenn Kapazitäten ausgerechnet in Zeiten einer weltweiten Pandemie ausgebaut werden.

Übernahme beflügelt

Im Geschäftsjahr 2020 konnte VARTA jedoch gut mit den wirtschaftlichen Folgen von COVID-19 fertig werden. Es wurde sogar das erfolgreichste Geschäftsjahr in der 135-jährigen Unternehmensgeschichte gefeiert. Die im letzten Jahr bereits zweimal angehobene Prognose wurde nochmals übertroffen.

Die Umsatzerlöse schossen 2020 um 140 Prozent auf 870 Mio. Euro. Allerdings lag dies vor allem an der Übernahme des Geschäfts mit Haushaltsbatterien. Bereinigt um diese Übernahme lag das Umsatzplus bei 47 Prozent. Das bereinigte EBITDA stieg um ca. 145 Prozent auf ca. 239 Mio. Euro.

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Ohne das erstmalig konsolidierte Consumer-Geschäft liegt der Anstieg bei rund 90 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte einen Wert in Höhe von rund 27,5 Prozent, nachdem der entsprechende Wert 2019 bei 26,9 Prozent gelegen hatte.

FAZIT

VARTA profitiert derzeit von einigen Trends, insbesondere hin zu immer kleineren Batterien für Elektronikprodukte wie kabellose Kopfhöherer. Zudem werden Energiespeichersysteme in Zeiten von Erneuerbaren Energien immer wichtiger. Daher dürfte die VARTA-Aktie ihre kurzfristige Kursdelle schnell hinter sich lassen.

Anleger, die von der Stärke von VARTA überzeugt sind, können mit einem Long-Zertifikat (WKN: MA0NRK / ISIN: DE000MA0NRK9) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

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