[ad#Google Adsense L-rechts]Die jüngsten Inflationsdaten aus Europa gingen im allgemeinen Euro-Krisen-Hype unter. Auch im Juni lag die Inflation in der Eurozone bei stolzen 2,7 Prozent. Das heißt von derzeit 1000 Euro wird, wenn es so weitergeht, in fünf Jahren nur noch eine Kaufkraft von 875 Euro erhalten sein. In zehn Jahren sind es dann nur noch 766 Euro und in nicht einmal 30 Jahren ist es sogar nur noch die Hälfte. Mit konkreten Zahlen lässt es sich immer noch am ehesten verdeutlichen wo die Probleme der Inflation liegen. Mit Sachwerte kann man sich davon abkoppeln, da diese nicht von der Geldwertschwankung abhängig sind. Von daher gehört auch die Aktie eigentlich zu dieser Anlageklassifizierung. Allerdings soll es heute um die Alternativen dazu gehen.

Der Klassiker unter den Sachwerten ist Gold. Das glänzende Edelmetall ist nicht unendlich verfügbar und seit Jahrhunderten als Zahlungsmittel weltweit anerkannt. Auch wenn Ben Bernanke erst erklärte, dass Gold für ihn kein Geld sei. Vielmehr sei es eine Anlageklasse wie Staatsanleihen. Wenn der erste Staatsbankrott vollzogen ist, dürfte er diese Einschätzung sicher revidieren. Nicht ohne Grund steigt Gold seit der Finanzkrise von Rekordhoch zu Rekordhoch. Der eine sieht darin Rettungsboote, der andere lukrative Anlagen. Aber richtig Spaß macht so etwas ja nur, wenn man es auch in die Hand nehmen kann. Von daher sind Gold- und Silbermünzen, so sie denn wirklich noch die Edelmetalle enthalten, erste Wahl.

Das bringt mich zu des deutschen liebsten Investitionsobjekt: der eigenen Immobilie. Angesichts der historischen Tiefststände bei Zinsen und damit auch Baugeld finanzieren die Deutschen eine Immobilie nach der anderen. Es gilt günstige Hypothekenzinsen sichern, solange sie noch da sind. Dabei sind die Anlagen nicht immer so optimal, wie man im Überschwang denkt. Auch in Zeiten der Krise gilt: „Lage, Lage, Lage“. Nur bei Toplagen lässt sich im Immobilienbereich auch wirklich Geld verdienen. Ansonsten sollte man sich auf das eigene Haus oder die eigene Wohnung beschränken. Es sei denn man neigt zu sehr viel Eigeninitiative. Aber wer ist schon der geborene Handwerker und kann so notwendige Aufgaben selbst erledigen.

[ad#Google Adsense XL-links]Abseits der Immobilie findet vor allem der fahrbare Oldtimer immer mehr Freunde. Während das Auto an sich immer mehr an Statusbedeutung einbüßt und von Apples iPhone oder anderen technologischen Spielereien abgelöst wird, greifen immer mehr Autofans zu den Young- oder Oldtimern. Nach einer Untersuchung des Verbands der Automobilindustrie sind in Deutschland erstmals mehr als 200.000 Pkw mit H-Kennzeichen angemeldet. Innerhalb eines Jahres stieg ihre Zahl um gut 10 Prozent auf 208.319 Oldtimer, also Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind. Lieblingsoldie ist dabei nach wie vor der VW-Käfer, gefolgt von drei Modellen aus dem Hause Mercedes-Benz. Platz fünf belegt der Porsche 911. Lieblingssammelobjekt sind aber dennoch die Fahrzeuge des Automobilerfinders: Zwei Drittel der Autos mit H-Kennzeichen tragen einen Stern. Und damit lässt sich auch noch immer angenehm durch die Gegend fahren. Eine schönere Form der Geldanlage dürfte es nicht geben.

Wer es dagegen eine Nummer kleiner haben möchte kann auch auf historische Wertpapiere setzen. Die ungültigen Papierdokumente aus längst vergangenen Zeiten finden immer mehr Anhänger. Doch letztlich hat man das auch einmal über Briefmarken gesagt. Von daher sollte man historische Wertpapiere nur bedingt als Kapitalanlage ansehen, sondern vielmehr als Hobby, das auch positive Anlageeffekte haben kann.

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Gast
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Du schreibst das der Euro in 30 Jahren nurnoch die hälfte Wert ist mag ja stimmen aber ist es nicht viel Wahrscheinlicher das bis dahin die Ganze Währung gecrasht ist und wir eine neue Währung erleben dürfen?

Volker Malik
Gast

Wie schon bei Briefmarken gilt es auch bei Historischen Wertpapieren zu differenzieren: Häufigere Papiere werden tendenziell häufig bleiben – sie dienen als Dekorationsobjekte und/oder sind einfach Gegenstand eines wunderschönen Hobbys. Wer gezielt investieren will, sollte sich – gemäß den Verhältnismäßigkeiten von Angebot und Nachfrage – auf Raritäten spezialisieren. Bei anhaltender Nachfrage nach Sachwerten sind dann mittelfristig auch ansprechende Renditen möglich. Oder es bleibt beim Hobby 🙂

Matthias Schmitt
Gast

Den Euro wird es in 30 Jahren noch geben – aber vielleicht nur noch in den Sammlungen der Geldscheinsammler. Aber auch bei Historischen Wertpapieren kann man die zerstörerische Wirkung von Inflation schön sehen, wie bei dieser Münchener Stadtanleihe von 1923: http://www.hwph.de/historische-wertpapiere/losnr-auktnr-pa17-318.html Bereits 2 Tage nach Emission musste die Stadt München am 20.09.1923 die nächste Anleihe (VII. Emission) auflegen, da das Geld schon wieder nicht reichte. Wenn heute die Zinsen zu steigen beginnen, kollapieren die einzelnen Staatshaushalte – so wie es in Griechenland bereits passiert ist. Das gilt noch nicht mal so extrem für Deutschland (es sei denn die Euro-Rettungsaktionen katapultieren… Weiterlesen »

Christoph scherbaum
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Christoph scherbaum

Welch Szenarien…

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Tagesgeldkonten eignen sich nur für Kurzzeitanlagen…

Die Zinsen für Geldanlagen sind teilweise immer noch auf einem recht niedrigen Niveau. Besonders hart davon betroffen sind Tagesgeldkonten und Festgelder, bei denen die Zinsspanne von ganz niedrig bis gut verzinst geht…….