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Manche Nachrichten möchte man nicht glauben oder man denkt sich als Börsen-Journalist „nicht schon wieder…“. So ging es mir zumindest am Morgen nach der Verbreitung der Meldung, ein UBS-Händler habe 2 Mrd. Dollar verzockt.

Das muss man sich mal vor Augen führen. Weil ein Angestellter unerlaubt gehandelt hat, steht der Schweizer Bank UBS nun ein satter Milliardenverlust ins Haus. Das Institut kassierte daraufhin gleich mal seine Gewinnprognose, die Aktie brach ein.

Und das vor dem Hintergrund, dass laut seriösen Daten einer Nachrichtenagentur Analysten der Bank im dritten Quartal mit einem Betriebsergebnis von 1,8 Mrd. Franken und einem Gewinn vor Steuern von 1,68 Mrd. Franken gerechnet hatten. Alles jetzt futsch.

Nun das Gute aus Sicht des „Verbraucherschutzes“, sprich aus Sicht eines Anlegers: Die Bank betonte, dass keine Kunden von dem Vorfall betroffen seien. Dass wiederum die UBS zu der Gruppe von 17 Banken gehört, die von einer US-Aufsichtsbehörde im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des US-Hypothekenmarkts verklagt werden, sollte man aber ebenfalls im Hinterkopf haben, wenn man meint, nun zu Schnäppchenpreisen bei der Aktie einzusteigen…

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kaspar villi
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kaspar villi

Wie immer sind natürlich nicht die Kriminellen in den Banken schuld, sondern die Konsumenten, also all jene Leute, die ein Bankkonto bei der UBS haben.

Aber all diese schwachsinnigen Leute überall haben ja nicht den Mut, ihr Konto bei der UBS zu kündigen — denn dann wäre innert 1 Woche die Bank kaputt.

Siehe EHEC: der Konsument hat die grösste Macht!!! Wenn die Konsumenten mal auf Salatgurken verzichten, geht ganz Spanien kaputt…

Aber leider sind die Konsumenten ja alle dumm…

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[…] erwartete Betriebsergebnis von 1,8 Mrd. Franken im dritten Quartal sind schlecht. Laut der UBS Bank besteht für die Kunden keine Gefahr Die Börsenbogger veröffentlichten am Donnerstagmorgen einen Beitrag zu dem Vorfall. // […]