Laut Kurt Bock, Lenker des weltgrößten Chemiekonzerns BASF (WKN BASF11), ist der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 nicht mit Unsicherheiten, sondern mit „besonders hohen Unsicherheiten behaftet“. Es ist dann auch diese Prognose, die dazu führt, dass die BASF-Aktie am Freitag mit einem deutlichen Minus der größte DAX-Verlierer ist, obwohl die Ludwigshafener vor allem im Schlussquartal 2014 überraschend gut abschneiden konnten.
Vonseiten der DZ Bank Analysten heißt es jedoch zu den 2015er-Zielen, dass sie anspruchslos seien. Daher wurden das Kursziel von 85 Euro und das „Halten“-Rating unverändert gelassen. Allerdings ist dies wenig verwunderlich, dass man sich bei den Aussichten zurückhält, so lange die Ölpreise volatil bleiben, die europäische Konjunktur schwächelt, die Wachstumsdynamik in den Schwellenländern abnimmt und die Krisen in der Ukraine sowie im Nahen Osten ebenfalls für Verunsicherung sorgen. 2015 möchte BASF die Umsätze leicht steigern und das EBIT vor Sondereinflüssen auf dem Niveau von 2014 halten.
2014 lag der Umsatz bei 74,3 Mrd. Euro und damit in etwas auf dem Vorjahresniveau. BASF hatte vor allem mit den signifikant gesunkenen Öl- und Gaspreise sowie negativen Währungseinflüssen zu kämpfen. minderten den Umsatz in nahezu allen Bereichen. Das bereinigte EBIT stieg um 4 Prozent auf 7,4 Mrd. Euro, während der Überschuss um knapp 7,6 Prozent auf 5,2 Mrd. Euro kletterte. Dank des Verkaufs des Anteils an der Kunststofffirma Styrolution schoss der Gewinn im vierten Quartal sogar um rund ein Viertel auf 1,4 Mrd. Euro. Die 2014er-Dividende soll wiederum um 3,7 Prozent auf 2,80 Euro steigen.

Damit setzt BASF eine stolze Tradition fort. Seit 1997 hat das Unternehmen die Ausschüttung trotz Finanzkrisen und anderer Turbulenzen an den Weltmärkten nicht gesenkt. Und im Jahr des 150-jährigen Firmenjubiläums wird man auch nicht mit dieser Tradition brechen wollen. Zudem soll als Reaktion auf die schwierigen Marktbedingungen weiter gespart werden. Kurzfristig sollte jedoch die Aussicht auf ein neues Allzeithoch den Aktienkurs beflügeln. Schließlich wäre es doch gelacht, wenn die fehlenden 4 Prozent nicht aufgeholt werden könnten – schwache Prognose hin oder her. Wer gehebelt auf steigende Kurse der BASF-Aktie setzen will, könnte sich einmal das Produkt mit der WKN DX2LAN ansehen.
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Bildquelle: Pressefoto BASF








