Bildquelle: Pressefoto Nestlé

Nachdem gestern Danone seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 vorgelegt hat und dabei unter höheren Kosten und der Euro-Krise zu leiden hatte, war heute das größte Industrieunternehmen der Schweiz an der Reihe. Nestle zeigte dann auch wie man es richtig macht.

Deutlich besser als der kleinere Konkurrent in der Nahrungsmittel-Branche Danone, konnte Nestle die Widrigkeiten, bestehend aus erhöhten Rohstoffkosten und der europäischen Staatsschuldenkrise, umschiffen. Der weltweit größte Lebensmittelkonzern konnte dabei sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich steigern und auch die Analystenerwartungen sowie die eigenen Zielvorgaben übertreffen.

Zu den nackten Zahlen: Die Schweizer konnten für das Jahr 2011 eine um Währungs- und Desinvestitions-Einflüsse bereinigte organische Wachstumsrate von 7,5 Prozent aufweisen, wobei die Analysten zuvor im Schnitt lediglich von 7 Prozent ausgegangen sind. Insgesamt lag der Umsatz bei 83,64 Mrd. Schweizer Franken. Ähnlich wie zuvor bei Danone, profitierte auch Nestle vom wachsenden Geschäft in den Emerging Markets und konnte damit die erhöhten Rohstoffpreise und ein aufgrund der Euro-Krise schwächeres Geschäft in Europa wettmachen. Damit konnte auch die operative Marge gesteigert werden, von 14,4 auf 15 Prozent. Beim Gewinn konnte man um 8,1 Prozent auf 9,5 Mrd. Schweizer Franken zulegen.

Aufgrund der weiterhin vorherrschenden Probleme in Europa und den erhöhten Rohstoffkosten fiel der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr vorsichtig aus. Laut Nestle-Chef Paul Bulcke, sollte das Unternehmen gut trotzdem genug aufgestellt sein, um im Jahr 2012 ein organisches Wachstum zwischen 5 und 6 Prozent zu erreichen.

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Nachdem der Nestle-Aktienkurs seinen Aufwärtstrend aus der zweiten Hälfte des Jahres 2011, zu Beginn dieses Jahres unterbrochen hatte, hat er zu Beginn dieser Woche den erneuten Weg nach oben angetreten. Die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen, könnten einen erneuten Aufwärtstrend befeuern. Ebenso sollte das Unternehmen auch weiterhin vom Wachstum in den Schwellenländern profitieren können. Allerdings bleibt abzuwarten ob man es erneut schafft gegen die hohen Rohstoffkosten und die Schwäche in Europa anzukämpfen.

Bildquelle: Pressefoto Nestlé

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