Es bahnt sich eine deutsch-österreichische Hochzeit im Maschinenbau an. Denn der Technologiekonzern Andritz (WKN 632305) mit Sitz in Graz möchte den Weltmarktführer im Bereich Umformtechnik Schuler (WKN A0V9A2) übernehmen. Dabei hat Andritz bereits 38,5 Prozent der Anteile an Schuler übernommen.

Insgesamt bieten die Österreicher 20 Euro je Aktie, was einer gesamten Bewertung von Schuler von 483 Mio. Euro entsprechen würde. Damit würde das Angebot um 26,3 Prozent über dem XETRA-Schlusskurs der Schuler-Aktie vom 28. Mai und 35,3 Prozent über dem volumengewichteten XETRA-Durchschnittskurs der Aktie der letzten drei Monate liegen.

Für den geplanten Deal müsste sich Andritz nicht einmal sonderlich strecken und könnte den Zukauf aus eigenen Mitteln leicht meistern, denn Ende März konnte das Unternehmen eine Netto-Cash-Position von 1,3 Mrd. Euro aufweisen. Daneben konnte Andritz im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordumsatz von 5,7 Mrd. Euro und einen Rekordgewinn von 231,5 Mio. Euro verzeichnen.

Schuler hatte bei der jüngsten Bekanntgabe der Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2011/12 auf sich aufmerksam gemacht. Da das Unternehmen hauptsächlich die Automobilindustrie beliefert, konnte Schuler von der sehr guten Entwicklung in diesem Bereich profitieren. Somit wuchs der Umsatz zwischen Oktober 2011 und März 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent auf 580,9 Mio. Euro. Schuler verzeichnete ein Konzernergebnis von 21,7 Mio. Euro. Dies stellt mehr als eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr dar. Daneben wurde mit einem Auftragsbestand von 1,22 Mrd. Euro zum 31. März 2012 ein Rekordwert in der über 170-jährigen Firmengeschichte des Traditionsunternehmens erzielt.

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3 Kommentare auf "M&A made in Austria: Schulers Erfolg weckt Begehrlichkeiten in Österreich"

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Christoph Scherbaum
Webmaster

kam gerade rein:

Unternehmen

Graz (euro adhoc) – Graz, 4. Juni 2012. Der internationale
Technologiekonzern ANDRITZ gibt bekannt, weitere knapp 10% der Aktien
an der Schuler AG erworben zu haben. Seit Veröffentlichung der
Entscheidung zur Abgabe eines freiwilligen öffentlichen
Übernahmeangebots verfügt ANDRITZ nunmehr knapp unter 25% der Aktien
an der Schuler AG und hat mit den zuvor erworbenen, aber noch unter
Kartellvorbehalt stehenden Aktien Zugriff auf knapp unter 63,5%.

W. Schmid
Gast

Super outperformt. Mein Bekannter arbeitet bei Schuler.
Viele hatten Angst noch bei 5 Euro Aktien zuzukaufen.
Das nenne ich Betriebsblindheit. Heidelberger Druck wird auch wie Schuler in den nächsten Monaten kursmässig richtig
gasgeben. Die können alles bauen!

Christoph Scherbaum
Webmaster

Na dann, wollen wir uns in den nächsten Tagen das mal bei Heideldruck anschauen 🙂