Wie bereits im Juni angekündigt gab die Cross-Gruppe des KTM-Chefs Stefan Pierer ein Pflichtangebot für den österreichischen Rennsport- und Luftfahrtausrüster Pankl Racing Systems (WKN 914732) ab. Das Angebot beläuft sich auf 18,03 Euro je Aktie. Die Annahmefrist läuft bis zum 18. Juli, wobei die Cross-Gruppe bereits 58 Prozent der Anteile hält. Gleichzeitig werden 44 Euro je Anteilsschein für den Motorradhersteller KTM geboten.

Pankl Racing Systems wurde im Jahr 1985 gegründet. Damals wurden die ersten Pleuel für den Motorsport produziert. Heute ist Pankl Racing ein wichtiger Lieferant der Formel 1-Teams. Der High Performance Bereich spezialisiert sich auf die Produktion von Motor- und Antriebskomponenten für Luxusautomobile und wurde in den letzten Jahren sukzessive expandiert. Im Jahr 1994 kam dann die Luftfahrt-Sparte hinzu. In diesem Bereich konnte Pankl jüngst einen großen Erfolg verbuchen und über seine US-Tochter Pankl Aerospace Systems Inc. einen neuen, mehrjährigen Auftrag von Sikorsky Aircraft zur Lieferung der Hauptrotorwellen des H-60 Programmes, besser bekannt als „Blackhawk“, an Land ziehen. Laut Unternehmensangaben läuft der Auftrag bis 2017 und wird ein Volumen von 20 Mio. US-Dollar erreichen.

Beim Geschäftsergebnis wurden zuletzt auch einige Erfolge verbucht. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres verbuchte Pankl Racing im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzanstieg von 25 Prozent auf 36,5 Mio. Euro. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging es um 26 Prozent auf 4,4 Mio. Euro nach oben, während der Nachsteuergewinn um 19 Prozent auf 2,8 Mio. Euro verbessert werden konnte. Laut Unternehmensangaben konnte man sowohl im Racing/High Performance Bereich (+26 Prozent) als auch im Aerospace Segment (+18 Prozent) man deutliche Umsatzzuwächse verzeichnen. Neben der sehr guten Umsatzentwicklung, trug auch eine starke Kapazitätsauslastung zu dem guten Ergebnis bei.

Pankl möchte laut eigenen Aussagen ein weltweit führender Systemlieferant der Rennautomobil-, Luxusautomobil- und Luftfahrtindustrie sein. Und dies, weil das Unternehmen, wie es auf der Internetseite heißt, die Leidenschaft zu gewinnen mit seinen Kunden teilt. Ob das Angebot seitens der Cross-Gruppe dazu beitragen wird, bleibt abzuwarten.

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