Nachdem SAP (WKN 716460) für das zweite Geschäftsquartal bereits vor einigen Tagen Umsätze auf Rekordniveau vermeldet hatte, folgte nun der Ausweis eines im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigerten Gewinns. Aufgrund der starken Zahlen im zweiten Quartal bekräftigte SAP zudem seine Jahresprognose.

Zwischen April und Juni ging es beim Gewinn nach Steuern um 12 Prozent auf 661 Mio. Euro nach oben. Das Betriebsergebnis wurde um 7 Prozent auf 921 Mio. Euro gesteigert. Dabei profitierte das Unternehmen von der sehr guten Umsatzentwicklung. SAP konnte einen währungsbereinigten Zuwachs bei den wichtigen Softwareerlösen um 19 Prozent und damit auf die Rekordmarke von 1,06 Mrd. Euro verbuchen. Der Umsatz wurde im zweiten Quartal deutlich von 3,3 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 3,9 Mrd. Euro gesteigert.

Noch im ersten Quartal hatte Europas größter Softwarehersteller und die weltweite Nummer eins im Bereich Unternehmens-Software die Erwartungen der Anleger mit einem schwachen Umsatzwachstum enttäuscht. Bei den Software-Erlösen wurde ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten lediglich ein Anstieg von 1 Prozent verzeichnet. Hierfür war hauptsächlich der stockende Vertrieb in den USA verantwortlich. Jedoch versprach der Konzern eine deutliche Verbesserung für das zweite Quartal und nun konnte SAP diesen Worten auch Taten folgen lassen.

Die guten Ergebnisse des zweiten Quartals sorgten dafür, dass SAP seine selbstgesteckten kurz- und mittelfristigen Ziele bekräftigen konnte. „Mit dieser Entwicklung im ersten Halbjahr 2012 und unserem starken Fokus auf operative Effizienz sind wir auf dem richtigen Weg, unsere Gesamtjahresziele 2012 zu erreichen – im Einklang mit unseren Zielen für 2015“, sagte SAP-Finanzvorstand Werner Brandt zu den Aussichten des Unternehmens.

Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 10 bis 12 Prozent gesteigert werden. Beim Betriebsergebnis soll es von 4,71 Mrd. Euro auf 5,05 bis 5,25 Mrd. Euro nach oben gehen. Zu den Zielen für das Jahr 2015 zählen u.a. ein jährlicher Umsatz von 20 Mrd. Euro und das Anheben der operativen Marge auf 35 Prozent.

Die Reaktionen bei den Anlegern fielen wenig stark aus, da SAP die Umsatzzahlen bereit zuvor vermeldet hatte. Somit gab es keine großen Ausschläge bei der Aktie des Unternehmens zu verzeichnen. Dabei waren es die allgemeinen Marktturbulenzen der letzten Tage, die den Aufwärtstrend bei dem Papier vorerst beendeten. Hierbei gab es seit Anfang Juni einen Anstieg von mehr als 10 Prozent zu verzeichnen. Sollten sich die Märkte allerdings wieder beruhigen, könnte der Wachstumskurs von SAP auch den Aktienkurs nach oben treiben. Bei einem 2012er-KGV von 16,2 und einer Dividendenrendite von 1,6 Prozent ist die Aktie zudem sicherlich nicht überbewertet.

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