Die deutschen Spezialisten im Bereich Bahntechnik und Infrastruktur Vossloh (WKN 766710) und Schaltbau (WKN 717030) haben das Ziel vom weltweiten Bedarf einer verbesserten Infrastruktur zu profitieren. Nun gaben beide Unternehmen ihre Zahlen für das erste Halbjahr bekannt. Dabei mussten beide Unternehmen Rückgänge beim Nettogewinn verbuchen, wobei Schaltbau mit positiven Einmaleffekten im Vorjahr, die bessere Erklärung parat hatte.

Vossloh konnte im ersten Halbjahr zwar einen leichten Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,8 Prozent auf 571,3 Mio. Euro verbuchen, jedoch ging es beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 30,6 Prozent auf 31,0 Mio. Euro nach unten. Der Konzernüberschuss betrug in den ersten sechs Monaten 14,6 Mio. Euro, nach 27,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Laut Unternehmensangaben waren vor allem Umsatzausfälle in China und ein rückläufiges Geschäft bei Vossloh Rail Services für das schwache Ergebnis verantwortlich.

Allerdings bleibt das Unternehmen, trotz dieser Schwächen bei seiner Prognose für das gesamte Geschäftsjahr, da der Auftragsbestand weiterhin hoch ist. Dabei soll ein Konzernumsatz von 1,25 bis 1,30 Mrd. Euro erreicht werden. Voraussetzung ist jedoch eine Normalisierung der Umsätze in China und eine erhöhte Nachfrage in Deutschland im Schienenschweißen. Das EBIT wird zwischen 100 und 110 Mio. Euro erwartet. Beim Überschuss rechnet Vossloh mit 55 bis 60 Mio. Euro. Sollten die Erwartungen erfüllt und die Geschäfte wie erwartet anziehen, könnte auch der jüngste Aufstieg bei der im MDAX gelisteten Vossloh-Aktie neue Nahrung finden. Dabei hat das Papier im Juli etwa 10 Prozent zulegen können, bis die allgemeinen Marktturbulenzen der letzten Tage den Aufstieg stoppten, wobei die Aktie mit einem 2012er-KGV von 15 und einer Dividendenrendite von 3,4 Prozent derzeit nicht überbewertet sein dürfte.

Schaltbau konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 13,0 Prozent auf 176,1 Mio. Euro erhöhen. Beim EBIT ging es dagegen um 12,6 Prozent auf 13,9 Mio. Euro nach unten. Das Konzernperiodenergebnis schrumpfte um 22,8 Prozent auf 9,8 Mio. Euro. Allerdings konnte Schaltbau in der Vorjahresperiode einen positiven Einmaleffekt verbuchen, der den Rückgang umso deutlicher erscheinen lässt. Somit sieht sich das Unternehmen weiterhin auf Kurs seine Jahresprognose zu erreichen.

Ob dies jedoch ausreichen wird, dass die im SDAX gelistete Aktie wieder Fahrt aufnimmt und einen neuen Angriff aus das Allzeithoch von 84,50 Euro wagen kann, bleibt abzuwarten. Dabei sollen vor allem der Ausbau der Bahntechnik in den Emerging Markets wie China und Indien zum Wachstum beitragen sowie die Modernisierung der Bahntechnik in den USA. Außerdem will Schaltbau mit Übernahmen wachsen, wie der Kauf des Spezialisten für Zustiegssysteme Werner Kircher gezeigt hat. Gleichzeitig soll damit die Aktie des Unternehmens beflügelt und auf ihren Aufstiegspfad zurückgeführt werden, bei dem das Papier innerhalb eines Jahres um fast 40 Prozent an Wert zulegen konnte.

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[…] hatten über Schaltbau ja bereits mehrfach berichtet. Zuletzt vor vier Wochen, bei Bekanntgabe der Halbjahreszahlen. Schaltbau konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 13,0 Prozent auf 176,1 Mio. Euro erhöhen. […]

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[…] Die vergangene Woche war ein Woche der Quartalszahlen. Es gab Überraschungen und Enttäuschungen. Doch insgesamt überwog das Positive. Die erste Überraschung gelang am Dienstag SAP (WKN 716460). Den Umsätzen auf Rekordniveau folgte nun der Ausweis eines im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigerten Gewinns. Aufgrund der starken Zahlen im zweiten Quartal bekräftigte SAP zudem seine Jahresprognose. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Dieser Betraf die Deutsche Bank (WKN 514000). Aufgrund der Euro-Krise wurde ein Gewinneinbruch gemeldet, was auch dem Kurs nicht gut tat. Sorgenvoll richtet sich nun der Blick auf die Commerzbank (WKN 803200) Deren Zahlen werden am 9.… Read more »