Über den mehr oder weniger durchsichtigen Banken-Stresstest hatte ich ja schon am Freitag wenig positives geschrieben:

Irgendwie scheinen sich die Banken dank der Bilanzierungsänderungen ganz gut aus der Affäre ziehen zu können. Somit bleibt abzuwarten, ob der Stresstest wirklich alle Risiken offenbart hat, oder ob es letztlich nur geschönte Zahlen sind.


Nun berichtet das Wall Street Journal, dass die Ergebnisse wohl mit der Fed ausgehandelt wurden und die problematischen Kapitallücken ratzfatz verkleinert wurden. So heißt es beim gewöhnlich gut informierten Journal:

The Federal Reserve significantly scaled back the size of the capital hole facing some of the nation’s biggest banks shortly before concluding its stress tests, following two weeks of intense bargaining.
In addition, according to bank and government officials, the Fed used a different measurement of bank-capital levels than analysts and investors had been expecting, resulting in much smaller capital deficits.

Damit kann die Spekulation darüber beginnen, ob die Berichte von Hal Turner nicht doch näher an der Wahrheit lagen, als die am Freitag veröffentlichten Daten. Die Reaktion der Märkte am Montag wird spannend werden. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die jüngsten Ergebnisse stark von der Rallye unterstützt wurden, die sich darauf begründet, dass die Ergebnisse nicht schlecht sind.

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[…] genug gestresst worden. Dennoch sah die amerikanische Regierung die Notwendigkeit, die Banken einen Stresstest zu unterziehen. Damit wurde das Ziel verfolgt, eventuellen Kapitalbedarf bei Banken zu ermitteln. […]

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[…] drastische Reduzierung des Netto-Gewinns um 56 Prozent. Trotzdem hatte die US-Regierung bei ihren Stresstests bestätigt, dass American Express über genügend Geldmittel verfügt, um im Falle einer […]