In dieser und in den kommenden Wochen dürfte sich die Richtung der Märkte für den Rest des Jahres entscheiden. Zunächst blicken die Börsianer am Freitag auf das Treffen der Vertreter internationaler Zentralbanken in Jackson Hole in den USA.

Insbesondere erhoffen sich die Marktteilnehmer von der Konferenz Klarheit darüber, wann sich die amerikanische Notenbank Fed zu neuen Konjunkturhilfen durchringen wird. Deren Chef Ben Bernanke hatte jüngst in einem Brief an einen Kongressausschuss durchblicken lassen, dass es Spiel-raum für weitere Schritte gebe, „um die Finanzierungsbedingungen zu lockern und die Erholung zu stärken“.

Schon am 6. September könnte die Europäische Zentralbank auf ihrer nächsten Ratssitzung grünes Licht für Anleihekäufe angeschlagener Euro-Staaten geben. Wie ein Damoklesschwert schwebt derzeit jedoch noch die am 12. September anstehende Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichts zum Rettungsschirm ESM über den Märkten. Sollten die Richter den Schutzschirm erwartungsgemäß durchwinken, dürften die Märkte ihren bereits Anfang Juni eingeschlagenen Aufwärtstrend fortsetzen.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

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Ulrich
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Glaube ich nicht an ein Signal von Ben diesen Freitag. Aus den USA kommen einige gute Neuigkeiten wie das Anziehen beim Häuserbau. Dazu ist Wahlkampf und größere Notenbankaktionen wird man daher um jeden Preis versuchen zu vermeiden.