Während sich auf dem Smartphone-Markt derzeit alles auf den Kampf um die Spitzenposition zwischen den Platzhirschen Apple (WKN 865985) und Samsung (WKN 881823) konzentriert, sollte nicht vergessen werden, dass sowohl Nokia (WKN 870737) als auch BlackBerry (früher Research In Motion) (WKN 909607) weiterhin mitmischen wollen.

Dem Analystenhaus ABI Research zufolge bleiben 2013 zwar Android und iOS mit einem erwarteten Anteil von 57 bzw. 21 Prozent bis zum Jahresende klare Marktführer im Bereich Smartphone-Betriebssysteme. Die Herausforderer Windows Phone und das neue BlackBerry 10 werden bis Jahresende trotz vergleichsweise geringen Marktanteilen relativ erfolgreich sein. Denn beide Plattformen bleiben nach ABI-Einschätzung für App-Entwickler attraktiv.

Im Fall von BlackBerry 10 reichen dafür nach ABI-Einschätzung 20 Millionen Geräte. Bei Windows Phone rechnet ABI immerhin mit 45 Millionen Smartphones bis Jahresende – und Synergie-Effekten mit Windows-Tablets. ABI rechnet bis Ende 2013 mit 5,5 Millionen Windows-Tablets, die wohl Großteils Windows RT nutzen. Sie bilden demnach effektiv ein gemeinsames Ökosystem mit Windows Phone, da es laut Senior Analyst Aapo Markkanen aus Developer-Sicht wenig braucht, um eine Windows-Phone-App als Windows-Tablet-App umzusetzen.

Gleichzeitig kann sich BlackBerry über positiv ausfallende erste Reviews des Ende Januar vorgestellten Smartphones BlackBerry Z10 freuen. Insgesamt geht ABI Research davon aus, dass der Konzern mit BlackBerry 10 seine Stellung als einer der drei wichtigsten Anbieter im Bereich Enterprise-Smartphones einzementieren kann.

Zusätzlich könnte die Konkurrenz davon profitieren, dass iPhone-Nutzer unabhängig von ihrem Netzanbieter die höchsten Handyrechnungen haben. Ein Bericht von Consumer Intelligence Research Partners weist darauf hin, dass 59 Prozent der iPhone-Nutzer umgerechnet 74 Euro oder mehr zahlen, während diese Summe nur für 56 Prozent der Windows-Handynutzer und 53 Prozent der Android-Besitzer gilt. Die hohen Kosten ergeben sich weniger aus den Nutzungsgewohnheiten der Besitzer, sondern aus den unterschiedlichen Tarifen für iPhones sowie zusätzliche WLAN-Gebühren, heißt es weiter.

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