Rechtzeitig vor dem Hit im DFB-Pokal gegen Bayern München konnte Borussia Dortmund (WKN 549309) erfreuliche Zahlen für die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres präsentieren. Zwar dürften die Bayern in der Meisterschaft enteilt sein, allerdings hat sich Dortmund mit dem 2:2 in Donezk eine gute Position für ein Weiterkommen in der Champions League erspielet. Ganz nebenbei können die Dortmunder mit einem morgigen Sieg im Pokal den Bayern den Traum vom Titel-Hattrick vermiesen.

Zwischen Juli und Dezember 2012 konnte der Verein seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,4 Prozent auf 124,1 Mio. Euro steigern. Beim Vorsteuergewinn ging es um 0,8 Mio. Euro auf 17,5 Mio. Euro nach oben. Wie zu erwarten war, stiegen mit dem sportlichen Erfolg und den zuletzt verlängerten Verträgen mit verschiedenen Leistungsträgern der Mannschaft, auch die Ausgaben. Der BVB musste vor allem wegen höherer Spielergehälter für das Personal mit 44,5 Mio. Euro 10,5 Mio. Euro mehr ausgegeben als im Vorjahreszeitraum. Allerdings konnten gleichzeitig die TV-Einnahmen, die Werbeeinnahmen und die Erlöse aus Merchandising, Catering und Lizenzen nach oben gefahren werden.

Mit den jüngsten sportlichen und ökonomischen Erfolgen sowie der positiven Entwicklung beim Aktienkurs von Borussia Dortmund, könnte der Verein unter Beweis stellen, dass Aktien von Fußballvereinen mehr als nur Fan-Spielerei sein können. Zwar ist auch die BVB-Aktie noch sehr weit von ihrem Ausgabepreis von 11 Euro entfernt, allerdings konnte das Papier innerhalb eines Jahres fast 50 Prozent an Wert zulegen. Gleichzeitig konnte der BVB wegen einiger Spielerverkäufe im vergangenen Geschäftsjahr einen Rekordgewinn und mit 6 Cent je Aktie die erste Dividende seit dem Börsengang präsentieren. Da die Fußballwelt im Sommer mit dem Abgang von Robert Lewandowski für rund 30 Mio. Euro rechnet, könnte der BVB auf diese Weise den Gewinn erneut steigern und die Dividende möglicherweise gleich dazu.


Quelle: boerse.de

Charttechnisch stehen die Zeichen derzeit ebenfalls auf grün. Somit können nicht (mehr) nur fußballbegeisterte Anleger auf die BVB-Aktie setzen. Die Phantasie auf steigende Gewinne und Dividendenausschüttungen bieten jedenfalls neben dem schönen Aufwärtstrend seit vergangenem Sommer genug Argumente diesen Nebenwert einmal näher zu betrachten. Zwar dürften die Kurse auch auf absehbare Zeit noch einstellig bleiben, aber Kursgewinne wären dann ja trotzdem noch drin…

Zum Schluss noch ein Hinweis: Unser Leser „halbgott“ hat unter bvbaktie.blogspot.de eine eigene Zusammenstellung zur BVB-Aktie erstellt! Lesenswert!

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halbgott
Gast
halbgott

Sehr guter Artikel, findet meine vollste Zustimmung. Und vielen Dank, daß Ihr meinen Blog erwähnt habt!!! Ich finde Euren Blog richtig Klasse und komme hier gerne öfter vorbei. Daß ihr die Diskussionen annehmt, auch wenn sie zuweilen kontrovers sind, macht die Sache erst richtig interessant!

elan
Gast
elan

Schöne neue Perspektive im Vergleich zum letzten hier veröffentlichten Artikel zur BVB-Aktie!

Jetzt wurden die auch meiner Ansicht nach richtigen Schlüsse gezogen.

Der BVB versucht im Fussballgeschäft nachhaltig zu wirtschaften. Es scheint zu gelingen. Man ist ein gebranntes Kind und sich dessen sehr bewusst.

Marc Schmidt
Admin

@halbgott
Danke! Diskussionen nehmen wir gerne auf, vor allem, wenn sie fundiert geführt wird!

@elan
Wie gesagt, in Diskussion lassen wir uns gerne von Argumenten überzeugen. Wir sind gespannt, wie es mit der BVB-Aktie weiter geht.

trackback

[…] Der weltweit größte Chemiekonzern BASF (WKN BASF11) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die schwächere Nachfrage im traditionellen Chemiegeschäft durch deutliche Verbesserungen im Öl- und Gasgeschäft wettmachen. Die Analysten sind entsprechend happy. Die Kursziele wurden angehoben – wir schließen uns an. Es gab mal wieder neues von der Commerzbank (WKN 803200). Wie angekündigt hat die Bank die im zweiten Dreijahrestender (LTRO II) der EZB aufgenommene Liquidität in Höhe von rund 6,2 Mrd. Euro vollständig zurückgezahlt – zwei Jahre vor Ablauf der Fälligkeit. Operativ läuft es bei der Bank also, abseits der hier schon oft genannten Problembereiche, gut. Grund genug mal wieder… Weiterlesen »

halbgott
Gast
halbgott

neue Analyse von GSC Research mit Kursziel 3,80.

Man geht von überproportionalen Steigerungen bei den Personalkosten aus. Dann kalkuliert man keine Transfereinnahmen ein, weil diese nicht planbar wären.

„Etwaige größere nicht planbare Transfers könnten unsere Schätzungen jedoch deutlich beeinflussen.“

Obwohl die Aktie zuletzt gut gelaufen ist, setzen sie das Kursziel 20% höher an.

http://www.gsc-research.de/uploads/tx_mfcgsc/artikel/Borussia_Dortmund_GmbH___Co._KGaA.pdf