Der weltweit größte Chemiekonzern BASF (WKN BASF11) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die schwächere Nachfrage im traditionellen Chemiegeschäft durch deutliche Verbesserungen im Öl- und Gasgeschäft wettmachen. Die Analysten sind entsprechend happy. Die Kursziele wurden angehoben – wir schließen uns an.

Es war aber nicht alles bene bei BASF.  So sorgte die wieder aufgenommene Ölförderung in Libyen auch für eine höhere Steuerbelastung, so dass unter dem Strich weniger übrig blieb als im Vorjahr. Trotzdem dürfen sich die Aktionäre über einen Anstieg der Dividende um 10 Cent auf 2,60 Euro freuen.  Läuft…

Das Geschäftsjahr 2012 hielt für BASF zudem neue Rekordmarken bereit. Die Ludwigshafener konnten sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis neue Höchstwerte erzielen. Bei den Umsätzen ging es im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 78,7 Mrd. Euro nach oben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) vor Sondereinflüssen konnte um 5 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro verbessert werden. Dagegen musste beim Nettoergebnis ein Rückgang um 1,3 Mrd. Euro auf 4,9 Mrd. Euro ausgewiesen werden. Hierfür waren insbesondere höhere Steuern als im Vorjahr und der Wegfall einmaliger Einnahmen aus dem Verkauf der Anteile am Düngemittel- und Salzhersteller K+S (WKN KSAG88).

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen will BASF auch im laufenden Geschäftsjahr neue Bestmarken aufstellen. „Wir wollen auch 2013 wieder wachsen und bei Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen die Werte des Jahres 2012 übertreffen“, sagte Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender von BASF.

Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für BASF auf „Buy“ mit einem Kursziel von 85,00 Euro belassen. Der operative Gewinn sei schwächer ausgefallen als erwartet, schrieb Analystin Nadeshda Demidova in einer Studie vom Dienstag. Auch die geringere Profitabilität im Chemiegeschäft sei enttäuschend. Man hält eine negative Kursreaktion für wahrscheinlich und will sich nach der Analystenkonferenz genauer äußern. Auch die Commerzbank sieht die Aktie oberhalb der 80-Euro-Marke.

Wir gehen steil und sagen: 85 Euro sollten auf jeden Fall drin sein – BASF ist eine „Opa-kauft-für-Enkel“-Aktie. Das Ding kann man liegen lassen..

 

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6 Kommentare auf "BASF: Unter 83 Euro als Kursziel geht nichts.."

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Torsten
Gast

Bei einem Kursziel von 85 Euro ist bei aktuellen Kursen um die 72 Euro noch ordentlich Luft. Und ja, es ist echt ein Wert zum liegen lassen, insbesondere bei einer Dividendenrendite von von 4 Prozent, die bei den aktuell veröffentlichten Rekordzahlen auch nicht in Gefahr scheint. Aber im aktuellen Marktumfeld denke ich, gibt es noch günstigere Einstiegskurse…

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[…] Gasgeschäft wettmachen. Die Analysten sind entsprechend happy. Die Kursziele wurden angehoben – wir schließen uns an. Es gab mal wieder neues von der Commerzbank (WKN 803200). Wie angekündigt hat die Bank die im […]

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[…] meistgehandelte Aktie am Montag war BASF. Über 4 Millionen Stück kam da man auf Xetra auf einen Umsatz von knapp 285 Mio. Euro. Dahinter? […]

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[…] traditionellen Chemiekonzernen. Diese Einschätzung teilen wird. BASF ist und bleibt für uns eine „Opa-kauft-für-Enkel“-Aktie. Kurzfristige Kursausschläge nach oben oder unten stören dabei […]

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[…] 3,7 Prozent ist für einen soliden DAX-Titel nicht zu verachten. BASF ist und bleibt für uns eine „Opa-kauft-für-Enkel“-Aktie. Kurzfristige Kursausschläge nach oben oder unten stören dabei […]

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[…] zählt ja seit langem zu unseren Favoriten. Über die Langfrist-Chancen und die Klassifizierung als „Opa-kauft-für-Enkel“-Aktie haben wir des öfteren geschrieben. Heute machte das Unternehmen mal wieder mit neuen Investitionen […]