Bildquelle: Pressefoto ABB

Es sind keine wirklich positiven Schlagzeilen, die der Schweizer Energie- und Automationstechnikkonzern ABB (WKN 919730) dieser Tage macht. Erst kündigte vergangene Woche Konzernchef Joe Hogan aus familiären Gründen seinen Rückzug an. Heute folgte nun mit derselben Begründung Forschungschef Prith Banerjee. Doch während Banerjee bereits in den nächsten Wochen zurück in die USA geht, bleibt Hogan noch bis ein Nachfolger gefunden wurde. Trotz der großen personellen Veränderungen bliebt man an der Börse ruhig – ein gutes Zeichen.

ABB hat sich zuletzt mit soliden Zahlen präsentiert und mit einer spektakulären Übernahme auf sich aufmerksam gemacht. Durch die Übernahme der US-Firma Power-One für rund 1 Mrd. Dollar will ABB im Bereich Photovoltaik-Wechselrichter zur weltweiten Nummer eins aufsteigen (siehe auch den ensprechenden Beitrag von Ende April). In dieser Situation ist sicher eine gute Führung wichtig, doch ein Konzern hängt nicht nur an zwei Vorständen, sondern v.a. auch an den Ebenen darunter. Und hier vertraut man am Markt wohl auf die Aufbauleistung von Hogan, der seit September 2008 an der Spitze von ABB steht. Es sind manchmal solche Ereignisse, die mehr über das Standing eines Unternehmens verraten, als so manche Bilanz.

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Wie man am Chart sieht, befindet sich die Aktie nach wie vor in einem schönen Aufwärtstrend. Charttechnisch drehte die Aktie jüngst am GD100, was ein gutes Zeichen ist. Die Fundamentdaten sind mit einem 2014er KGV von 12,4 und einer aktuellen Dividendenrendite von 3,6 Prozent weiterhin nicht unattraktiv. Dennoch sind Infrastrukturnahe Unternehmen wie ABB auch immer sehr stark von der Konjunktur abhängig, so dass eine Abkühlung der Wirtschaft auch auf den ABB-Kurs rasch durchschlagen dürfte. Dies sollte man sich immer bewußt machen.

Bildquelle: Pressefoto ABB

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