Bildquelle: Pressefoto Mayr-Melnhof

Die Euro-Krise und die vor allem in Südeuropa damit verbundene Kaufzurückhaltung der Konsumenten machten sich im ersten Quartal nun auch beim österreichischen Karton- und Verpackungskonzern Mayr-Melnhof (WKN 890447) bemerkbar. Aufgrund des schwachen Jahresauftakts und der anhaltend schwierigen Marktsituation in Europa zeichnete das Management für den weiteren Geschäftsverlauf ein eher trübes Bild.

Immerhin konnte der Mayr-Melnhof im ersten Quartal die Umsatzerlöse mit 496,7 Mio. Euro marginal über das Vorjahresniveau hieven. Im Gegensatz dazu wurde beim betrieblichen Ergebnis ein Rückgang von 43,2 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 38,4 Mio. Euro ausgewiesen. Neben gesunkenen Preisen im Kartongeschäft wurde das Ergebnis auch durch die Kosten des Umbaus des deutschen Kartonwerks in Neuss belastet. Der Periodenüberschuss fiel im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent auf 27,0 Mio. Euro.

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Angesichts der anhaltend trüben Aussichten in Europa, darf bezweifelt werden, dass die Aktie von Mayr-Melnhof zu ihrem langfristigen Aufwärtstrend zurückfinden kann. Gleichzeitig gibt es angesichts eines 2013er-KGV von 13 und einer Dividendenrendite von 2,9 Prozent sicherlich attraktiver bewertete Papiere. Hoffen lässt dagegen die verstärkte Ausrichtung des Unternehmens an den wachstumsstarken Märkten außerhalb Europas. Demnach will das Unternehmen seinen Expansionskurs „risikobewusst weiter vorantreiben“. Zu dieser Strategie gehört beispielsweise ein Zukauf in Kolumbien, den das Unternehmen bereits im Herbst des vergangenen Jahres angekündigt hat.

Bildquelle: Pressefoto Mayr-Melnhof

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