Bildquelle: Foto RHÖN-KLINIKUM AG

Die seit langem schwelenden Übernahmephantasien in Bezug auf den Klinikbetreiber Rhön-Klinikum (WKN 704230) müssen wohl endgültig begraben werden. Nachdem es bereits im Zuge der von der Hauptversammlung beschlossenen Satzungsänderung zu juristischen Streiterein kam, kommen nun weitere Streitfragen auf.

Zum einen wird das Verhalten des kleinen Großaktionärs Asklepios während des ersten Übernahmeversuchs durch den Gesundheitskonzern Fresenius (WKN 578560) nun juristisch überprüft. Zum anderen kündigte der zweite kleine Großaktionär B. Braun an, 25 Prozent an Rhön-Klinikum erwerben zu wollen. Laut Bundeskartellamt wurde dieses Vorhaben am 30.8. angemeldet und trägt das Aktenzeichen B3-102/13. Sollte B. Braun dies gelingen verfügt das Unternehmen über eine Sperrminorität, so dass eine Übernahme durch Dritte nicht mehr erfolgen kann. Zumindest nicht, wenn B. Braun dagegen votiert.

Alles in allem zeigt sich: Der Traum von einem großen deutschen Krankenhauskonzern ist zerplatzt wie eine Seifenblase. Sowohl die Wettbewerber, als auch die Zulieferer haben erfolgreich entsprechende Vorhaben torpediert. Ob sich die Branche damit aber wirklich einen Gefallen getan hat, muss sich erst noch beweisen.

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Für Aktionäre von Rhön-Klinikum heißt es nun tapfer sein. Sollte sich B. Braun durchsetzen, dürfte die Übernahmephantasie für die kommenden Jahre verflogen sein. Sollte durch B. Braun nun neue Dynamik in die Übernahmekämpfe kommen, könnte sich kurzfristig noch einige bewegen. Das sieht man auch am heutigen Kursanstieg. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das MDAX-Unternehmen eher in eine Phase der Lähmung rutscht. Der Kurs dürfte dann wieder auf das Niveau von vor den ersten Übernahmegerüchten fallen – also etwa 15 Euro. Dort wäre die Aktie dann auch eher fair bewertet, als auf dem aktuellen Niveau.

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Klinikchef
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Sollte Fresenius jetzt echt deswegen das Übernahmeprojekt absagen (kann man sich kaum vorstellen, die haben noch einige Monate Zeit bis Braun weitere 20% einsammeln kann), würde Braun also mindestens 20% am Markt einsammeln müssen (woanders, anders vielleicht 5% von Asklepios, bekommen die ja keine Aktien her). Das sind EUR 500 Mio.! Für mich bedeutet das, der Kurs sollte auch bei einer Absage von Fresenius eher abgehen als auf 15 Euro abstürzen. Außerdem, Braun gibt also 650 Mio. aus (150 Mio. hat er ja schon ausgegeben), um 20 bis 40 Mio. Umsatzausfall jährlich zu verhindern?? Bei aller Feindschaft die existiert, Braun… Weiterlesen »

Klinikchef
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@Marc Schmidt Das verstehe ich, aber mind. 650 Mio. Ausgaben für die Aktien, Finanzierungskosten + evtl. riesige Buchverluste auf die Aktie falls die fällt langfristig rechtfertigen das? Das könnte auch an seine Existenz gehen wenn das alles schiefgeht. Anyway, Fresenius steht jetzt unter Zugzwang. Ich glaube nicht, dass die darauf warten werden, bis Braun alles unmöglich macht. Einige Monate bleiben Fresenius dafür, bis Braun das umsetzen kann. Dafür müsste Fresenius kurzfristig ein Angebot vorlegen. Für Fresenius ist die Integration von Rhön mit Helios ein elementarer strategischer Schritt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Dax-Konzern sich davon so schnell verabschiedet… Weiterlesen »

Klinikchef
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Klinikchef

PS Würde ein CEO, der sich seiner Sache sicher ist, dass Hr. Braun NICHT demnächst sein neuer Großaktionär wird, so mit Spott reagieren? Münch ist sich seiner Sache sicher, der sägt nicht am eigenen Ast. http://www.ariva.de/news/ROUNDUP-B-Braun-will-weitere-Option-fuer-Blockade-von-Rhoen-Uebernahme-4763938 Rhön-Aufsichtsratschef Eugen Münch reagierte mit Spott auf den neuen Schritt von B.Braun in der mit zahlreichen Bandagen geführten Auseinandersetzung. „Herr Münch interpretiert diesen Schritt von B.Braun nicht nur als Ausweis für die Attraktivität der Rhön-Klinikum AG, sondern vor allem als offenkundig großes Misstrauen von B. Braun in den Erfolg seiner eigenen Anfechtungsklage“, teilte ein Sprecher des Rhön-Gründers mit. „Denn nur so erklärt sich aus… Weiterlesen »

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