Bildquelle: Pressefoto Novartis

Beim Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche (WKN 855167) würde man sehr gerne verschwiegen, dass der große Konkurrent aus der Baseler Nachbarschaft Novartis (WKN 904278) rund ein Drittel seiner Inhaberaktien hält. Nach dem jüngsten Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats bei Novartis könnte sich möglicherweise in Kürze ein Szenario ergeben, im Zuge dessen Roche endlich den ungeliebten Partner loswird. Von einer Trennung könnten am Ende sogar beide Seiten profitieren.

Bildquelle: Pressefoto Roche
Bildquelle: Pressefoto Roche

Immerhin war es der ehemalige Verwaltungsratschef Daniel Vasella, der vor rund zwölf Jahren die Beteiligung eigegangen ist und in den Folgejahren ausgebaut hat. Auch wenn sich letztendlich die Pläne von Novartis zerschlagen haben, sich Roche vollständig einzuverleiben und auf diese Weise einen Schweizer Megakonzern in der Pharmabranche zu kreieren, wird Novartis doch an den anhaltenden Geschäftserfolgen von Roche beteiligt.

Während der ehemalige Chef Vasella jüngst in einem Interview mit der „Financial Times“ bekräftigte, dass er den Verkauf der Roche-Anteile für kurzsichtig hält, könnten am Ende möglicherweise die Anleger beider Unternehmen profitieren, wenn Novartis die Beteiligung, die derzeit an der Börse mit etwas mehr als 12 Mrd. Schweizer Franken bewertet wird, verkaufen würde.

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Roche könnte mit dem Rückkauf seiner Aktien die Aktionäre erfreuen. Zudem würde das Unternehmen wieder mehr Handlungsfreiheit gewinnen, wenn Novartis seine Beteiligung aufgeben würde. Novartis könnte wiederum laut einer Berechnung der Research-Abteilung der Société Générale den durch den Anteilverkauf entstandenen Verzicht auf Ausschüttungen durch Sonderdividenden und/oder Aktienrückkäufe mehr als wettmachen.

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