Manchmal ist das "Börsen”-Leben schon paradox. Die aktuelle Situation ähnelt einer an sich tollen Party mit schmackhaftem Essen, tollen Getränken und hervorragender Musik.

Börsen-Party und (fast) keiner geht hin

Das Einzige was fehlt, sind……Gäste.

Diesen Eindruck kann man ja nun wirklich gewinnen. So erarbeitet sich der deutsche Leitindex ein neues Allzeithoch nach dem anderen. Erst heute war es wieder einmal so weit. Und der deutsche Anleger steht draußen vor der Tür des Börsensaals und fragt sich, wann denn endlich wieder Rationalität einkehre und die Kurse zurückkommen werden.

Vergessen Sie das mit der Rationalität

Da muss erst einmal etwas Wichtiges festgehalten werden:

Börse und Rationalität haben sehr oft so viel miteinander zu tun, wie ein Terrier mit einem Labrador. (Man möge mir diesen Vergleich verzeihen, aber Hundekenner werden wissen, was ich meine…)

Wenn die Kurse steigen, steigen Sie weitaus länger, als man es am Anfang auch nur ansatzweise hätte vermuten können.

Umgekehrt funktioniert das Spiel übrigens auch brillant. Viele von Ihnen werden sich noch an das besinnungslose Crash-Verhalten des DAX im Jahr 2008 erinnern.

Interessanterweise laufen Kurse dann besonders lange nach oben weiter, wenn die Mehrzahl der Investoren sich in Skepsis übt. Nicht umsonst gilt der alte Börsenspruch:

Die Hausse wird in der Panik geboren, lebt im Zweifel und stirbt in der Euphorie.

Und von Euphorie sind wir aktuell noch meilenweit entfernt. Wir können also folgern, dass die Hausse nicht nur lebt, sondern sie sich pudelwohl ( und schon wieder eine Hunderasse in einem Text über die Börse…) fühlt.

Die These, dass wir tendenziell weiter steigende Kurse sehen werden, wird nicht nur vom Sentiment, sondern – und das ist das für mich Entscheidende – vom Point&Figure-Chart des DAX unterfüttert.

image

Point&Figure DAX: Kursziel von 10.500 Punkten aktiviert und bestätigt

 

Schließlich befindet sich der deutsche Leitindex in der Bulls-Eye-Broker-Einstellung mit aktuell 50 Punkten pro Kästchen in einem intakten Point&Figure-Kaufsignal mit dem mittlerweile aktivierten und bestätigten Kursziel von 10.500 Punkten.

So weit, so brillant. Allerdings muss auch beachtet werden, dass sich bei Erreichen der 8950 bereits ein Verkaufssignal ausprägen würde, dessen erstes Kursziel mit rund 8500 zu beziffern ist.

Das Fazit kann aktuell nur lauten:

Weiterhin ist der DAX klar bullish zu sehen. Er befindet sich in einem Point&Figure-Kaufsignal mit dem bestätigten Kursziel von 10.500 Punkten.

Diese erfreuliche Perspektive muss dann aufgegeben werden, wenn er auf 8950 Zähler fällt, denn dann sind weitere Abgaben bis 8500 zu erwarten.

Ihr Jörg Mahnert

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Otto StadlerJörg MahnertMarc SchmidtOtto Stadlet Recent comment authors
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Otto Stadler
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Otto Stadler

Diese Rallye basiert zu einem sehr grossen Teil aufgrund der immensen Geldschwemme der Notenbanken FED, EZB und der Notenbank Japan. Dieses Immens viele Geld ist in der Realwirtschaft nie angekommen. Die USA haben mehr Schulden als ein Hund jemsls FLoehe haben kann und Südeuropa geht es miserabler denn je. Es istellt sich jetzt nicht die Frage ob, nein nur noch wann ein Crash kommen wird, welcher die Jahre 2008 / 2009 in den Schatten stellt ! Das kann und wird niemals gut kommen….Die Deutschen Anleger wissen schon sehr genau, warum sie bei diesem Spiel nicht mitmachen ! Das Risiko ist… Read more »

Otto Stadler
Gast
Otto Stadler

Ich wollte einrn Kommentar aufgeben. Es hiess Ihrerseits, dass es sich um einen doppelt geschriebenen Text handle. ihr Beitrag ist vor 2 Tagen erschienen und ich hsbe bestimmt nicht doppelt daraf geantwortet. Ich kann mir aber vorstellen, dass mein Kommentar nicht paesslich war ?

Marc Schmidt
Webmaster

@Otto Stadler Ihr Kommentar hing noch in der Warteschleife, daher der Hinweis mit dem doppelt geschriebenen Text. Die Sache mit der Crashgefahr mag stimmen, aber betrifft dieser dann nicht vorrangig die Anleihemärkte? Was den Zeitpunkt angeht: Das aktuelle Spiel des billigen Geldes kann noch 5, 10 oder noch mehr Jahre weiter gehen und bis dahin muss man ja irgendetwas tun. Von daher sind Aktien derzeit immer noch erste Wahl. Denn die Menschen konsumieren bei Unternehmen und zahlen dann mit irgendeiner Währung. Von daher dürften Unternehmen gut durch die Krise kommen – Kurseinbußen können zwar passieren, aber man verliert ja nie… Read more »

Otto Stadlet
Gast
Otto Stadlet

Hallo Herr Schmidt, ja klar, das mit dem billigen Geld kann noch weitergehen, die USA haben gar keine andere Chance, aber nur solange, dass sie immer wieder Kreditgeber finden. Was die Zurückhaltung der Anleger betrifft, ist gut verständlich. Bereits bei der grossen Dotcom Krise 2000 – 2003 verloren Anleget immens viel Geld. Viele stiegen mit grossen Verlustenan aus und ksmen nie wieder zurück an den Markt. Diejenigen, so wie ich hielten durch und erholten sich 2003 – 2007 kräftig, bis die nächste noch groessere Krise, die Finanzkrise kam, sozisagen die grösste seit 1929, welche alles wieder kaputtmachte. Daher haben sehr… Read more »

Marc Schmidt
Webmaster

@Otto Stadler So ganz teile ich ihren Pessimismuss nicht. Wer Aktien kauft, muss zwischendurch auch an Verkaufen denken. Und wer angesichts der Lehman-Pleite nicht über einen Verkauf bzw. Gewinnmitnahme nachgedacht hat und stattdessen bis zum bitteren Tief dabei geblieben ist, muss da jetzt durch. Das Schöne ist doch, dass es immer Chancen zum Ausstieg gibt. Man muss sie nur nutzen. Zwar gibt es auch Aktien, mit denen man gut durch die Finanzkrise kam, aber die hat eben nicht jeder im Depot. Daher ist Gewinnrealisation manchmal eben auch notwendig. Börse ist keine Einbahnstraße – wer das nicht beherzigt hat hier nichts… Read more »

Jörg Mahnert
Gast

Ich teile die Meinung von Marc völlig. Dabei gilt natürlich immer wieder die charttechnische Situation zu überprüfen. Hierbei bieten sich einfach die Wenn-Dann-Entscheidungen an, die ich so häufig nenne. Denn dass es irgendwann wieder einmal massiv runter geht, das ist zu 100% sicher. Nur, daraus zu schließen, dass man eine massive Aufwärtswelle nicht mitreiten solle, ist …..gewagt. Schließlich soll auch der deutsche Anleger seinen Aktien-Positionen keine ewige Treue bis in den Untergang schwören, sondern unter Beachtung charttechnischer Marken mit Risikokontrolle Chancen nutzen. Selbst die oft zitierte Telekom-Aktie bot dem Anleger, der so vorging massive Gewinne. Wer sich allerdings mit diesem… Read more »

Otto Stadler
Gast
Otto Stadler

Guten Tag die Herren Schmidt & Mahnert ! Ja klar haben Sie Recht aber so ganz Unrecht habe ich wohl auch nicht. Die Euphorie der Anleger zeigt auf, dass durse Hausse, welche ca. zu 75 Prozent aufgeund der sehr weit geöffneten Geldschleusrn dies- und jenseits des Atlantiks basiert, ist nicht zu verleugnen und dass die Gewinnsteigerung der 30 im DOW gelisteten Werte dieses Jahr gerade mal bei 2,61 Prozent liegt, der Index aber um 22 Prozent zugelegt hat, ist Fakt. Das kann so nicht mehr lange gutgehen. Irgendwie muss dann ja auch die Zeche für diese Rallye bezahlt werden und… Read more »

Otto Stadler
Gast
Otto Stadler

Konkretisierung: Pulver verschossen damit weise ich darauf hin, dass die Zinsen soweit im Keller sind, dass praktisch kein Spielraum mehr besteht. Es haben sich einige Rechtschreibefehler ergeben, weil ich oft unterwegs bin und die Kommentare mit dem iphone geschrieben habe, also Sorry ! Was die Handelsvoluminas an der Borse im Vergleich zu vor der Krise, 2007 betrifft, diese betragen gerade mal einen Drittel von damals. Die Geldschwemmen haben es nicht erreicht, das Vertrsuen der Anleget wieder herzustellen. Die Banken bunketn Bargeld in noch nie dagewesenen Ausmass. Kunden verlieren damit etwas Geld, da die Minimalzinsen die Teuerung nie wett machen koennen.… Read more »

Otto Stadler
Gast
Otto Stadler

Also, wer bei diesem traurigen Markt des billigen Geldes, eben der Geldschwemme es notig hat, dabei zu sein, bemitleide ich ! Also wer so gierig ist, dem gönne ich Total Absturz !!! Börse war noch nie ethisch aber das was jetzt abläuft Pfui Teufel !!!!

Jörg Mahnert
Gast

Ich möchte an dieser Stelle zu bedenken geben, dass grade in Zeiten des billigen Geldes viele Menschen Probleme mit ihrer Altersvorsorge bekommen werden. Der Garantiezins bei Lebensversicherung / Riesterprodukten bewegt sich auf exrem niedrigen Niveau. Deswegen erachte ich eine – durchaus von Wachsamkeit geprägte – Aktienanlage für fast schon „alternativlos“ (Ich mag dieses Wort nicht, da es oft für sehr seltsame Entscheidungen in der Politik herhalten muss.) An einer durchdachten Aktien-Anlage ist meiner Ansicht nicht zwangläufig mehr Verwerfliches zu entdecken, als bei einem Investment in Immobilien. Ob es überhaupt moralisch einwandfreie Investments gibt, das dürfte wohl ganze Bücher füllen. Meiner… Read more »