Bildquelle: Pressefoto RWE

Gerade hat RWE (WKN 703712) mit dem Verkauf der Gas- und Ölfördertochter Dea an einen russischen Oligarchen ein Problem aus dem Weg geräumt. Doch die dafür veranschlagten 5 Mrd. Euro wecken natürlich Begehrlichkeiten, so dass die erst Ende des vergangenen Jahres beschlossene neue Dividendenpolitik wackeln könnte.

Statt eines vorgegebenen Prozentsatzes des nachhaltigen Konzernergebnisses wollte man auf Unternehmensseite zukünftig mit den Ausschüttungen flexibel auf die Geschäftslage reagieren. In der Theorie heißt das, dass die Dividende angehoben oder gesenkt werden kann. Wenn man sich jedoch die Verschuldung des Konzerns und die negativen Folgen der deutschen Energiewende für das RWE-Geschäft ansieht, würde ich nicht unbedingt auf eine höhere Ausschüttung wetten. Von einer Senkung, wie im vergangenen Jahr, wollen wiederum die an RWE beteiligten Kommunen nichts wissen. Immerhin sagte Lars Martin Klieve, Kämmerer der Stadt Essen der „Rheinischen Post“, dass sich die Kommunen angesichts des erfolgreichen Dea-Verkaufs in ihrer Forderung nach einer stabilen Dividende von 1 Euro je Aktie für 2014 und 2015 bestätigt sehen würden.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Damit ist der am Freitag noch von Anlegerseite überschwänglich gefeierte Dea-Verkauf Segen und ein wenig Fluch zu gleich. So dürften möglicherweise angebrachte weitere Dividendensenkungen schwerer zu vermitteln sein. Insgesamt sollte die Freude jedoch überwiegen, nachdem die Hängepartie um den Verkauf die RWE-Aktie zusätzlich unter Druck gebracht hatte. Bei der Vielzahl der Herausforderungen, vor denen RWE weiterhin steht, sollten aber auch die positiven Auswirkungen des Dea-Verkaufs nicht überschätzt werden. Anleger, die trotzdem gehebelt auf steigende Kurse der RWE-Aktie setzen möchten, könnten einen Blick auf das Produkt mit der WKN DG3PMB riskieren.

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[…] die erst Ende des vergangenen Jahres beschlossene neue Dividendenpolitik wackeln könnte. Mehr dazu hier. Mit einem Kursverlust von knapp 21 Prozent gehörte Lanxess (WKN 547040) 2014 zu den größten […]

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[…] hat RWE jüngst mit dem Dea-Verkauf etwas Rückenwind erhalten, während E.ON mit seiner Aufspaltung punkten könnte. Trotzdem stellt […]

Patrick
Gast

Eine Dividendenredukation wird dem Image von RWE mE sehr schaden. Man sieht es am Beispiel der Telekom.

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[…] in diesem Zusammenhang Unsicherheitsfaktoren dar. Zudem erhöhen die Einnahmen aus dem Verkauf den Druck, die Dividende konstant zu halten, obwohl die Geschäftsentwicklung möglicherweise einen weiteren Einschnitt nötig machen […]