Bildquelle: Pressefoto RWE

Laut Vorstandschef Peter Terium ist der Verkauf der Öl- und Gasfördertochter Dea für 5,1 Mrd. Euro an die russische LetterOne-Gruppe ein Meilenstein für RWE (WKN 703712). Wenn man sich jedoch die Marktreaktionen am Montag anschaut, scheint dies aus Anlegersicht etwas hochgegriffen zu sein, auch weil die britische Regierung weiterhin versuchen wird dazwischenzufunken.

Dabei hatten die Energieversorger RWE und E.ON (WKN ENAG99) mal wieder gute Nachrichten nötig, nachdem ihnen eine Niederlage im Atomstreit mit der Bundesregierung droht und die Rückzahlungen der gezahlten Brennelementesteuer wohl doch wegfallen. Während E.ON fleißig dabei ist Beteiligungen in Südeuropa loszuwerden, hilft der Dea-Verkauf RWE im Kampf gegen den riesigen Schuldenberg. Allerdings hat man sich verpflichtet, den britischen Teil des Dea-Geschäfts innerhalb des ersten Jahres zurückzukaufen, wenn die Russland-Sanktionen auch LetterOne treffen sollten. Auch aus diesem Grund, muss man noch etwas länger bangen.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Am Montag löst der Verkauf nicht gerade Jubelstürme an der Börse aus. Vielmehr liegt die RWE-Aktie am Montagnachmittag leicht in der Verlustzone. Denn trotz des Dea-Verkaufs bleiben altbekannte Probleme wie die wegbrechenden Geschäfte infolge des Vormarschs der Erneuerbaren Energien, die Unsicherheit um die künftige Dividendenpolitik oder die immer noch schwächelnde europäische Konjunktur sowie die damit verbundene schwächere Stromnachfrage. Wer trotzdem gehebelt auf steigende Kurse der RWE-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DG1KM8 ins Auge fassen. Shorties könnten einen Blick auf das Hebelprodukt mit der WKN DG1Y18 werfen.

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Bildquelle: Pressefoto RWE

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2 Kommentare auf "RWE geht in die Offensive"

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Wendolin
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RWE ist für die Energieversorgung für die BRD unentbehrlich? Den wirklichen Wert der Kohle, die RWE in den Braunkohlerevieren herausholt, kann erst in einer Energiekrise ersehen werden. Es ehrt sicherlich Vorstände, wenn sie ihr Unternehmen arm reden. Jedoch die Vorräte die RWE in Form von Kohle bunkert, haben pro Aktie mindestens einen Wert von 1600 Euro in der Zukunft. Selbst bei einem bescheidenen Umsatz von 50 Mrd. Euro pro Jahr in den kommenden 20 Jahren würde nur ein Erlös aus dem jetzigen Stromgeschäft bereits 1 Billion Euro erbringen. Jedoch in Zukunft wird die Kohle teurer werden und für die Verstromung… Read more »
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[…] allerdings die zuletzt überraschend guten Fortschritte bei den Sparbemühungen, während man den Verkauf der Öl- und Gasfördertochter Dea für 5,1 Mrd. Euro an die russische LetterOne-Gruppe eintüten konnte. Allerdings stellen mögliche weitere Russland-Sanktionen und das Verhalten der […]