Die Finanzkrise ist beendet! Zumindest für Bankaktien. Wie ich bereits vor zwei Wochen erwartet habe, endete am 31. Januar 2010 das im Zuge der Finanzkrise seitens der BaFin eingeführte Verbot von bestimmten Leerverkäufen. Das Verbot war Ende September 2008 eingeführt worden und seither immer wieder kurzfristig verlängert worden. Nun ist es ersatzlos ausgelaufen. Konkret ging es bei dem Verbot um ungedeckte Leerverkäufe, also Naked Short Selling, von Aktien dieser elf Banken und Finanzkonzerne:

* AAREAL BANK AG
* ALLIANZ SE
* AMB GENERALI HOLDING AG
* COMMERZBANK AG
* DEUTSCHE BANK AG
* DEUTSCHE BÖRSE AG
* DEUTSCHE POSTBANK AG
* HANNOVER RÜCKVERSICHERUNG AG
* HYPO REAL ESTATE HOLDING AG
* MLP AG
* MÜNCHENER RÜCKVERSICHERUNGS-GESELLSCHAFT AG

Die BaFin hatte das Verbot damit begründet, dass durch ungedeckte Leerverkäufe exzessive Preisbewegungen an den durch die Finanzkrise sehr volatilen Märkten weiter verstärkt würden. Dies wiederum würde die Stabilität des Finanzsystems gefährden und zu erheblichen Nachteilen für den Finanzmarkt führen. Dies scheint nun offensichtlich nicht mehr als Problem angesehen zu werden. In der Pressemitteilung dazu heißt es:

Die Lage an den Finanzmärkten hat sich während der letzten Monate so weit verbessert, dass auf eine weitere Verlängerung der Notfallmaßnahmen, welche die BaFin auf dem Höhepunkt der Finanzkrise erlassen hatte, verzichtet werden kann. Die BaFin prüft jedoch laufend die Entwicklung an den Finanzmärkten und wird bei einer erneuten Verschärfung neue Leerverkaufsregulierungen erlassen.

Es ist zu erwarten, dass durch den Wegfall des Leerverkaufsverbots bei den betroffenen Finanzaktien die bisher auch bei anderen Aktien eingesetzten Marktbewegungen wieder verstärkt zu sehen sein werden. Heute sind allerdings noch keine Auffälligkeiten zu beobachten. Erst im Fall von exzessiv schlechten oder guten Nachrichten sollte die Volatilität der Finanztitel wieder deutlich zunehmen. Insgesamt ist dieser Schritt somit durchaus als Signal der Normalisierung, wie es das Börsennotizbuch bezeichnet, zu werten.

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[…] im Zuge der Finanzkrise angemahnte Regulierung der Märkte kam nicht vom Fleck. Das Leerverkaufsverbot für Finanzwerte lief zu Beginn des Februars ersatzlos aus. Und auch sonst wird der […]

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[…] Bankaktien und Zertifikate sind derzeit eher nicht das Gelbe vom Ei und man sollte lieber auf sicherere Anlagearten umsteigen, wie zum Beispiel das Tagesgeld. Sollte es soweit kommen, dass der deutsche Bankenmarkt kollabiert, was eher unwahrscheinlich ist, selbst wenn die USA in den Bankrott gehen, dann ist sowieso alles nicht mehr sicher – und nur der, welcher auf Sachwerte gesetzt hat, wird zumindest ein wenig Sicherheit für seine Ersparnisse haben. […]