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Das fände ich sympathisch! Antizyklisch fundamental gut dastehende Aktien genau dann kaufen, wenn der Kurs günstig notiert – das erinnert an die Vorgehensweise sowohl des Star-Investors als auch an die aktuelle Adidas-Mitteilung, eigene Aktien zurückkaufen zu wollen.

Ob das Niveau wirklich günstig ist, dazu müsste ich die Zahlen aber genau analysieren (was ich nicht getan habe). Um das einzuordnen: Adidas (WKN: A1EWWW / ISIN: DE000A1EWWW0) hatte vor wenigen Tagen die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Obwohl es ein umsatzbereinigtes Umsatzplus von 13,8% gab sowie einen Anstieg des Gewinns aus fortgeführten Geschäftsbereichen von 14,7%, waren offensichtlich einige Anleger(innen) enttäuscht und verkauften die Aktie (leer). Der Kurs der Adidas-Aktie geriet jedenfalls spürbar unter Druck.

adidas-Chart: finanztreff.de
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Adidas will für bis zu 300 Mio. Euro eigene Aktien kaufen

Doch das änderte sich zu Wochenbeginn – denn am Montag teilte Adidas mit, dass ab Dienstag (8. November 2016) ein bereits von der Hauptversammlung im Mai 2016 genehmigtes Programm zum Rückkauf eigener Aktien fortgesetzt werden soll. Demnach können von besagtem 8. November (= Dienstag) an bis längstens zum 31. Januar 2017 von Adidas eigene Aktien zurückgekauft werden. Dafür können bis zu 300 Mio. Euro (ohne Kaufnebenkosten) – maximal 3 Mio. Aktien – aufgewendet werden. Die Käufe müssen ausschließlich über die Börse stattfinden. Zusätzliche Nachfrage nach Adidas-Aktien, bei gleichbleibendem Angebot? So etwas ist tendenziell bullish – entsprechend fiel auch die Reaktion der Adidas-Aktie auf diese Nachricht aus.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Ein Schiff, das im Hafen liegt, ist sicher, aber dafür werden Schiffe nicht gebaut.“ – Altes englisches Sprichwort

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
Weitere Informationen unter: www.ethische-rendite.de

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David

Sehr geehrter Herr Vaupel,
seit wann würde Warren Buffett eine Aktie, die ein KGV von >25, ein KBV von >3,2 usw. aufweist, als günstig bezeichnen?

Gruß David