Attraktiver Zeitpunkt für defensive Portfoliobausteine

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Nach dem Zinsentscheid der Fed hat der Wonnemonat Mai für viele Anlegende schon einmal erfreulich begonnen. Dennoch stellt sich die Frage, wie lange die positive Entwicklung anhält und sich der Markt mittelfristig entwickelt.

Ausverkauf bei den Technologieaktien

Traditionell sind in Deutschland die Dividenden gezahlt und die Frage nach einer Reinvestition steht im Raum. Gleichzeitig gibt es die Verfechter der Börsenweisheit, die im Mai alles verkaufen und erst im September zurückkommen. Die Marktverläufe der zurückliegenden Jahre würden jedoch eher gegen eine solche Auszeit sprechen.

Das Minus von 13 Prozent im ersten Quartal ist zumindest der schlechteste Viermonatsstart beim S&P 500 seit 1939. Noch schlimmer traf es die Technologieaktien. Der Nasdaq 100 wurde von einer erneuten Verkaufswelle gebeutelt. Seit Jahresbeginn ging es um mehr als 20 Prozent nach unten, wobei der April den stärksten Monatsrückschlag seit der Finanzkrise 2008 verbuchen musste.

Was also tun? Eine berechtigte Frage, denn die marktbeeinflussenden Faktoren sind nicht weniger geworden; alle Sorgen und Probleme und Nöte sind dieselben geblieben. Da wären zu aller erst einmal die Dauer des Krieges und mögliche weitere Eskalationsstufen. Einerseits kann jedes Indiz hinsichtlich eines möglichen Kriegsendes die Kurse beflügeln, andererseits kann jede weitere Eskalationsstufe deutliche Kursverluste auslösen. Des Weiteren dürfte uns die hohe Inflation erhalten bleiben.

Stagflation könnte ins Haus stehen

Die Notenbanken stehen vor der großen Herausforderung, die Inflation in den Griff zu bekommen und gleichermaßen die durch gestörte Lieferketten und Auswirkungen der Pandemie geschwächte wirtschaftliche Situation der Unternehmen und der Volkswirtschaften zu unterstützen.

Eine Rezession in Verbindung mit hohen Inflationsraten, eine sogenannte Stagflation, könnte ins Haus stehen. Und letztlich ist die Pandemie mitnichten vorbei. In China sind viele Regionen humanitär und wirtschaftlich massiv betroffen. Lieferketten bleiben gestört und die globale Arbeitsteilung funktioniert nicht reibungslos.

Wer das alles bedenkt und weiter investiert, für den bietet das Universum der strukturierten Wertpapiere ganz sicher einiges an attraktiven Produkten. So gehören beispielsweise Discounter seit gut drei Jahrzehnten zu den beliebtesten Zertifikate-Typen. Die Produkte haben sich in leicht schwankenden Marktphasen bewährt und liefern interessante Impulse in Form attraktiver Renditen.

Gleichzeitig helfen sie durch einen Risikopuffer auch in der Defensive aus. Bei negativer Entwicklung des Basiswerts müssen bei Discount-Zertifikaten geringere Verluste hingenommen werden als bei einem Direktinvestment in den Basiswert. Ein klarer Vorteil im Vergleich zur Direktanlage und eine intelligente Option für defensive Portfolioelemente.

DDV, Lars BrandauEin Beitrag von Lars Brandau

Er ist seit Gründung des Deutschen Derivate Verbands (DDV) im Jahr 2008 dessen Geschäftsführer und vertritt den DDV auch in den Arbeitsgruppen des europäischen Dachverbands EUSIPA. Der DDV ist die Branchenvertretung der führenden Emittenten strukturierter Wertpapiere in Deutschland. Außerdem unterstützen mehr als 20 Fördermitglieder die Arbeit des Verbandes. Brandau ist studierter Germanist und Politologe und gilt als ausgewiesener Kommunikationsprofi. Weitere Informationen unter: www.derivateverband.de

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