Bildquelle: markteinblicke.de

Schaut man auf die weltpolitische Lage könnte man meinen, dass sichere Geldanlagen derzeit die beste Wahl sind. Aber dank Niedrigzinspolitik der Notenbanken bringt das klassische Sparen keine positive Realrendite. Langfristiger Vermögensaufbau kann so nicht funktionieren. Der klappt nachweislich nur mit Aktien!

Manchmal kann man Menschen nur mit nackten Zahlen überzeugen. Versuchen wir es einmal mit diesen. Das Verbraucherportal Finanztip hat sich einmal die Renditen des Weltaktienindex MSCI World seit 1975 genauer angeschaut. Dieser Index ist deshalb so sinnvoll zu betrachte, weil er mehr als 1600 Aktien aus 23 Ländern bündelt. Er geht nach dem Börsenwert vor, weshalb die USA mit 60 Prozent das größte Gewicht darin haben, gefolgt von den anderen großen Industriestaaten Japan, Großbritannien, Frankreich, Kanada und Deutschland.

Wer nun in diesem Zeitraum beliebige 15 Jahre in den MSCI World investiert hat, hätte im Schnitt 7,7 Prozent jährliche Rendite erzielt und zu keinem Zeitpunkt einen Verlust erlitten, so Sara Zinnecker von Finanztip. Kein Verlust in so einem Zeitraum ist schon einmal ganz ordentlich, wie wir finden.

Aber schauen wir noch etwas genauer hin: Selbst im ungünstigsten 15-Jahres-Zeitraum waren im MSCI World immerhin noch 1,3 Prozent Rendite pro Jahr drin. Im besten Fall wären sogar knapp 14 Prozent im Jahr möglich gewesen. Stolze Zahlen, wie wir finden.

Ähnlich sieht es übrigens auch aus, wenn man sich die deutsche Aktien anschaut. Ein hilfreiches Instrument ist dazu das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts. Es visualisiert die Kurs- und Dividendenentwicklung in Aktien des DAX über Zeiträume von einem bis zu 50 Jahren. Es beweist, dass bei einem Anlagehorizont von 20 bis 30 Jahren die jährliche Rendite in der Vergangenheit zwischen 6 und 9 Prozent lag.

Die wichtige Erkenntnis ist also: Bei einem Anlagezeitraum von 15 oder 20 Jahren kann mit Aktien so gut wie nichts schief gehen. Sprich unter dem Strich stehen satte Renditen! Die Angst der Deutschen vor der Börse ist leider völlig deplatziert. Noch immer kursieren Schreckgespenste wie Totalverlust oder andere Horrorgeschichten. Dabei sind die eher im Feld der Mittelstandsanleihen oder „grünen“ Investments zu finden. KTG Agrar, Prokon und German Pellets lassen grüßen.

Die genannten Renditen mit dem MSCI World oder auch mit deutschen Aktien lassen sich mit passiven Indexfonds, sogenannten ETFs, aber auch mit ausbalancierten Aktiendepots erzielen.

Wie wichtig übrigens hohe Bruttorenditen sind, zeigen zwei Punkte: die Inflation und die Steuer. Der Fiskus behält in der Regel ein Viertel der Gewinne (Freibeträge nicht berücksichtigt). Die Inflation ist wiederum bei vielen aus dem Gedächtnis verschwunden, aber in Deutschland beträgt diese immerhin stolze 1,9 Prozent (Januar 2017). Also nicht zu vernachlässigen. Von 8 Prozent Bruttorendite bleiben also nach Steuern und unter Berücksichtigung der Kaufkraftverluste knapp die Hälfte. Das ist nicht schlecht. Aber versuchen Sie das mal mit Sparprodukten hinzubekommen.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre markteinblicke.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

Melden Sie sich hier für unsere kostenlosen Newsletter an. Sie finden dort unser kostenfreies Newsletter-Angebot mit dem Namen “Die Börsenblogger Auf die Schnelle” (Wochentags) und “Die Börsenblogger D-A-CH Rundschau” (Samstags).

Bildquelle: markteinblicke.de

12
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
12 Kommentar Themen
0 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
0 Kommentatoren
Bitcoin hat sich als Anlageform festgesetzt - trotz aller Warnungen. Sind die Anleger schlauer? | marktEINBLICKE25 Jahre Deutsche Börse: Für Anleger ein Grund zu feiern | Die BörsenbloggerAltersvorsorge: Wie viel ist genug? | Die BörsenbloggerBitcoin: Der Wahnsinn geht weiter | Die BörsenbloggerDie Deutschen haben Angst vor der Aktie, aber Bitcoin ist kein Problem? | Die Börsenblogger Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
trackback

[…] kleinen Anlagesummen die Chance auf eine ordentliche Rendite. Wie das geht, haben wir im Beitrag „Warum Sie 2017 mit dem langfristigen Vermögensaufbau in Aktien beginnen sollten“ […]

trackback

[…] kleinen Anlagesummen die Chance auf eine ordentliche Rendite. Wie das geht, haben wir im Beitrag „Warum Sie 2017 mit dem langfristigen Vermögensaufbau in Aktien beginnen sollten“ […]

trackback

[…] die Niedrigzinsen (fast) egal sein.“ Wie das geht? Wir haben an dieser Stelle schon oft über die Vorteilhaftigkeit der Aktienanlage geschrieben. Die langfristigen Renditen sind mit anderen Anlagen in der Regel nicht zu erreichen. […]

trackback

[…] die Niedrigzinsen (fast) egal sein.“ Wie das geht? Wir haben an dieser Stelle schon oft über die Vorteilhaftigkeit der Aktienanlage geschrieben. Die langfristigen Renditen sind mit anderen Anlagen in der Regel nicht zu erreichen. […]

trackback

[…] wir mal, dass ein Großteil des Ersparten in das Langfrist-Sparen fließt. Am besten in Aktien. Wie das geht und wie sich das rechnet, haben wir ja schon des Öfteren geschrieben. Dank der Renditen am Aktienmarkt wird auf lange Sicht auch aus einem Teil der genannten Sparsumme […]

trackback

[…] wir mal, dass ein Großteil des Ersparten in das Langfrist-Sparen fließt. Am besten in Aktien. Wie das geht und wie sich das rechnet, haben wir ja schon des Öfteren geschrieben. Dank der Renditen am Aktienmarkt wird auf lange Sicht auch aus einem Teil der genannten Sparsumme […]

trackback

[…] wir mal, dass ein Großteil des Ersparten in das Langfrist-Sparen fließt. Am besten in Aktien. Wie das geht und wie sich das rechnet, haben wir ja schon des Öfteren geschrieben. Dank der Renditen am Aktienmarkt wird auf lange Sicht auch aus einem Teil der genannten Sparsumme […]

trackback

[…] setzen auf diesen Zug. Dabei ist ein solches Engagement nichts anderes als Spekulation. Der langfristige Vermögensaufbau funktioniert nachweislich in diesem Niedrigzinsumfeld nur mit […]

trackback

[…] Aufmerksamkeit keine Rolle. Dabei sind Aktien nachweislich die beste Möglichkeit, um den persönlichen Vermögensaufbau voran zu […]

trackback

[…] Aktie würde die Enttäuschung ausbleiben. Aktien sind nachweislich die beste Möglichkeit, um den persönlichen Vermögensaufbau voran zu bringen. Da sollte auch niemand lange überlegen. Am besten heute noch ein Depot zu […]

trackback

[…] langfristige Vermögensaufbau funktioniert nachweislich in diesem Niedrigzinsumfeld nur mit Aktien. Basiswissen rund um die Aktie […]

trackback

[…] die Frage nach der Klugheit der Anleger schon beantwortet. Während Aktien für den langfristigen persönlichen Vermögensaufbau ohne Alternative sind, ist das bei Kryptowährungen weder erwiesen, noch wahrscheinlich. Aktien […]