Innovation braucht Überheblichkeit

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Wir haben in jüngerer Vergangenheit viele bahnbrechende Innovationen in der Welt gesehen. Vom Apple-Computer über die Windows-Software bis hin zum Tesla-Elektroauto. Und dies haben Jobs, Gates und Musk gemeinsam: Sie gelten als überheblich. Manche Biografen attestieren ihnen gar Größenwahn ohne Sinn für die Realität.

Überschätzung?

Das Wörterbuch sagt uns, dass überhebliche Menschen ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen. Mit anderen Worten: Sie wollen etwas schaffen, dass sie bisher noch nicht geschafft haben. Das gleiche gilt für Innovation. Hätte Thomas Edison auf den dummen Rat gehört, sich nicht selbst zu überschätzen, wäre er niemals in die Geschichtsbücher eingegangen und wir würden noch immer im Dunkeln sitzen.

Bis zum 6. Mai 1954 galt es für einen Menschen als unmöglich, eine Englische Meile (1.609 Meter) unter vier Minuten zu laufen. Bis der Läufer Roger Bannister überheblich wurde. Er vergaß die bisherigen Grenzen seiner Fähigkeiten und lief schneller, als es je ein Mensch getan hatte. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit hatte es ein Mensch geschafft, die Englische Meile unter vier Minuten zu laufen – es waren 3:59. Danach schafften es plötzlich viele weitere. Diesen Umstand sehen wir auch in anderen Bereichen. Wenn es mal einer vorgemacht hat, können es plötzlich viele andere auch.

Arroganz oder nicht?

Bleibt die Frage: Sind denn Innovatoren so arrogant, wie man behauptet? Der Begriff Überheblichkeit ist schließlich sehr negativ konnotiert. Die Antwort ist fast immer ja, aber nicht unbedingt, weil die Innovatoren es darauf anlegen, anderen vor den Kopf zu stoßen. Vielmehr fühlen sich die „Nicht-Innovativen“ brüskiert und bloßgestellt. Mitarbeiter von Steve Jobs hassten es, dass ihr Chef ständig recht behielt mit seinen verrückten Ideen, die sie zuvor als unmöglich abgelehnt hatten. Auch Elon Musk wurde wegen seiner Arroganz der Raumfahrtindustrie gegenüber verspottet. Er behauptete nämlich, man könne Raketen wieder landen lassen. Wahre Innovatoren müssen diese Kritik in Kauf nehmen, um voran zu kommen.


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Ein Beitrag von Julien Backhaus

Erfolgsverleger und Bestsellerautor Julien Backhaus schreibt über den großen Erfolg. In seinen Gesprächen mit Super-Erfolgreichen wie Klitschko, Messner oder Bohlen fand er die Gemeinsamkeiten dieser Berühmtheiten heraus.

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