Bauzulieferer Sto: Wachstumskurs ungebrochen, aber …

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Der Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen Sto SE & Co. KGaA (WKN: 727413 / ISIN: DE0007274136) bleibt auf dem Wachstumskurs, wie die Zahlen zum ersten Halbjahr zeigen, allerdings wurde das Ergebnis durch höhere Kosten belastet. Wie das im Nebenwerteindex SDAX notierte Unternehmen Ende August erklärte, konnte der Konzern in der ersten Jahreshälfte vom Trend zur Wärmedämmung und energetischer Sanierung profitieren.

So legte der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2022 auf Jahressicht um 14,2 Prozent auf 888 Mio. Euro zu. Vor allem die hohe Nachfrage bei Fassadensystemen sollen die Erlöse getrieben haben. Laut Sto hat sich die Dynamik im zweiten Quartal aber etwas abgeschwächt.

Der Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen Sto SE bleibt auf dem Wachstumskurs, wie die Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr 2022 zeigen. Allerdings wurden ergebnisseitig Rückgänge verzeichnet. Grund hierfür sind hohe Rohstoff- und Energiekosten sowie die anhaltenden Lieferengpässe. (Bildquelle: Pressfoto Sto)

Gewinneinbruch

Demnach habe Sto trotz der bereits vorgenommenen Preiserhöhungen bislang noch nicht die höheren Kosten an die Kunden weitergeben können. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich deshalb, zusätzlich belastet durch anhaltende Lieferengpässe, im ersten Halbjahr um sieben Prozent auf 64 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde ein Gewinn von 44 Mio. Euro eingefahren und damit 12,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2022 wurde leicht angehoben. Angepeilt wird ein Umsatzanstieg auf 1,79 Mrd. Euro, nach bislang 1,74 Mrd. Euro. Beim operativen Ergebnis wird weiterhin eine Spanne zwischen 114 und 134 Mio. Euro erwartet. Im Vorjahr 2021 hatte Sto einen Umsatz von 1,59 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis von 124,5 Mio. Euro erzielt.

Sto-Chart: Börse Stuttgart

Aktie unter Druck

Die Aktie von Sto stand in den vergangenen Monaten zeitweise unter kräftigem Verkaufsdruck. Die sich zuspitzenden Versorgungsengpässe auf den Beschaffungsmärkten, der Ukraine-Krieg und die allgemeine Börsen-Korrektur sorgten dafür, dass der Kurs der Sto-Aktie (aktuell: 151 Euro) rund 40 Prozent unter dem Allzeithoch vom Januar dieses Jahres bei 260 Euro notiert.

Montega sieht kräftiges Aufholpotenzial

Geht es nach der Einschätzung von Montega, könnten die wieder niedrigeren Kurse aber großes Aufholpotenzial eröffnen. Das Hamburger Analyse-Haus hat im jüngsten Research-Update die bisherige Kaufempfehlung für die Sto-Aktie bestätigt. Das Kursziel wird weiterhin bei 270 Euro gesehen, womit sich hier ein kräftiges Aufholpotenzial von knapp 80 Prozent errechnet.

„Sto wird weiterhin durch die Beschaffungsmarktlage ausgebremst, erzielt in diesem Umfeld unseres Erachtens jedoch respektable Ergebnisse. Da sich die Situation ab 2023 entspannen sollte, die strukturellen Treiber vor dem Hintergrund globaler Klimaschutzziele intakt sind und die Bewertung fundamental günstig ist, bestätigen wir die Kaufempfehlung und das Kursziel“, erklärte Montega-Analyst Patrick Speck.

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