Bildquelle: Pressefoto BASF

Es gibt derzeit eine Branche, die weltweit durch eine Konsolidierungswelle auf sich aufmerksam macht. Die Chemieindustrie. Für Anleger augenscheinlich spannende Zeiten.

Nachdem das Jahr 2016 bereits ein Rekordhoch an durchgeführten und angekündigten Fusionen und Akquisitionen brachte, wird für das laufende Jahr noch mehr erwartet. „Auf die Chemieindustrie rollt eine Konsolidierungswelle zu, die tiefe Spuren auch in Europa hinterlassen wird“, kommentiert Dr. Joachim von Hoyningen-Huene, Partner bei A.T. Kearney den jüngsten Report über Fusionen und Akquisitionen in der Chemieindustrie.

Quelle: „obs/A.T. Kearney“

Für 2017 wird nun ein Rekordhoch an Fusionen und Akquisitionen erwartet. Deals in Höhe von 300 Mrd. US-Dollar sind bereits verkündet und warten auf das grüne Licht der Aufsichtsbehörden.

Davon entfallen drei auf die vier größten Transaktionen, Dow Chemical und DuPont, Bayer und Monsanto, ChemChina und Syngenta sowie Praxair und Linde. Mit einem Wert von jeweils 40 bis 70 Mrd. US-Dollar übersteigen sie die größten Transaktionen der vergangenen zehn Jahre um das zwei bis dreifache. Bislang umfasste keine Einzeltransaktion mehr als 20 Mrd. US-Dollar.

Ziel all dieser Transaktionen ist die Fokussierung der bisherigen Unternehmen. Verbundkonzepte, wie sie etwa die BASF seit langem erfolgreich praktiziert, werden auf den Prüfstein gestellt. Anstatt alle Produkte entlang der Wertschöpfungskette selbst herzustellen, richtet sich der Fokus zunehmen auf spezielle Produktangebote.

„Verbundsynergien werden aufgegeben, um mit einem fokussierten Portfolio in engeren Märkten erfolgreich zu sein – so zum Beispiel Dow und DuPont, die nach der Fusion eine Aufspaltung in drei fokussierte Einheiten anstreben. Auch PPGs Übernahmeangebot an Akzo Nobel führte bereits dazu, dass AkzoNobel die Portfolio-Bereinigung beschleunigen möchte“, ergänzt von Hoyningen-Huene.

Für Anleger sind das spannende Zeiten, denn nicht jede dieser Fokussierungen wird Erfolg haben. Gleichzeitig haben die Abspaltungen ebenfalls Potenzial, die einstigen Mutterunternehmen zu übertrumpfen. Zudem haben andere Unternehmen die Chance hierdurch neue Wettbewerber durch eine Übernahme überhaupt nicht erst entstehen zu lassen.

Wie die Chemieindustrie also in ein paar Jahren aussehen wird, kann noch niemand sagen. Sicher ist: Die bisherigen Big Player aus Deutschland, BASF und Bayer, werden in irgendeiner Form auch weiterhin dazu gehören. Für Anleger spannende Perspektiven.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

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Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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Bildquelle: Pressefoto BASF SE

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