Wie investiert die junge Generation?

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Immer mehr junge Menschen investieren an der Börse. Besonders in Zeiten der Corona-Pandemie hatten alle viel Zeit sich mit dem Thema Börse und Geldanlage auseinanderzusetzen. Wenig überraschend gibt es seitdem eine Vielzahl von jungen Menschen die aktiv investieren. Diese Entwicklung wurde zudem noch durch Trading-Apps angefeuert, die einen waren Boom auslösten. Doch auf welche Investmentvehikel setzen sie? Woher bekommen sie ihre Informationen? Aus welchen Gründen fangen sie zu investieren an und über welche Plattformen investieren sie?

Junge Anleger-Generation setzt auf ETFs, Fonds und Aktien

Das beliebteste Anlageprodukt der jungen Anleger sind ETFs und Fonds mit 82 Prozent, gefolgt von Einzelaktien mit 65 Prozent. Fest- und Tagesgeld (34 Prozent) liegen mit Kryptowährungen (32 Prozent) fast gleichauf. Die große Mehrheit der jungen  Anleger spart regelmäßig. Knapp 70 Prozent investieren regelmäßig mit einem Sparplan

Die jungen Newcomer an der Börse zeigen wie es geht: Sie investieren breit und regelmäßig, bringen einen langen Atem mit und informieren sich im Netz, zieht Kay Bommer, Geschäftsführer des DIRK Bilanz.

Weiter führt er aus, „Das Mindset der Jugend bringt aber auch Herausforderungen für die Finanzkommunikation mit. Die Arbeit von Investor Relations-Abteilungen muss auf diese (neuen) Bedürfnisse ausgerichtet werden.“

Ziele beim Investieren

Das wichtigste Anlagemotiv der jungen Menschen ist der langfristige Vermögensaufbau mit 76,5 Prozent. Um das tiefe Zinsniveau zu kompensieren sparen 62,7 Prozent der jungen Anleger.  Immerhin rund 56,2 Prozent gaben an für ihre Altersvorsorge zu sparen. Abgeschlagen auf den Plätzen 3 und 4 folgen Hobby mit 21,6 Prozent und kurzfristige Gewinne mit 15,4 Prozent.

Es ist großartig zu sehen, dass junge Menschen unter 35 Jahren das Thema Finanzen und Altersvorsorge stärker in die eigenen Hände nehmen und dabei auf Aktien setzen. Zu Recht wird deshalb von einer Generation Aktie gesprochen. Die jungen  und Anleger wissen: wer breit gestreut und langfristig in Aktien investierte, konnte sich in der Vergangenheit jährlich über durchschnittlich sechs bis neun Prozent Rendite freuen. Auch die Politik sollte die Zeichen der Zeit erkennen und die im Koalitionsvertrag vereinbarte Aktienrente umsetzen, fordert Dr. Christine Bortenlänger, Geschäftsführende Vorständin des Deutschen Aktieninstituts.

Digitale Angebote als wichtigste Informationsquelle

Die wichtigste Informationsquelle zu Kapitalmarkthemen für junge Anlegerinnen und Anleger sind Finanzportale. Auch die Online-Videoplattform YouTube, Podcasts oder Instagram nutzen  Sparer deutlich häufiger für Informationszwecke als ältere Anleger. Die Informationsangebote börsennotierter Unternehmen, wie Geschäftsberichte (75 Prozent) und Investor Relations-Websites (70 Prozent), werden von der Generation Aktie häufig genutzt.

Die digitale Lebenswelt der jungen Generation prägt auch ihr Anlageverhalten

sagt Studienleiter Prof. Dr. Christian Hoffmann, Professor für Kommunikationsmanagement an der Universität Leipzig. „Junge Anleger informieren sich multimedial. Das eröffnet Spielräume für die Kommunikation der IR-Abteilungen sowie für neue Akteure wie Finfluencer und Neo-Broker.“

Über welche Plattformen wird investiert?

Auf Platz 1 landet der Online-Broker mit 43,5 Prozent, gefolgt von der Hausbank mit 41,7 Prozent. Neo-Broker landen überraschenderweise nur auf Platz 3 mit 37,9 Prozent. Wenn man jedoch bedenkt, dass von der “älteren Generation” nur rund 12 Prozent einen Neo-Broker nutzen relativieren sich die Zahlen wieder.

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