Unsere Hot Stocks der Woche

Bildquelle: unsplash / Hert Niks

Der September wurde seinem Ruf als historisch besonders schwachem Börsenmonat gerecht. So setzten beispielsweise DAX und Dow Jones im abgeschlossenen Monat um 5,6 und 8,8 Prozent zurück. Inzwischen konnten die Indizes zwar wieder deutlich Boden gutmachen, die Erholungsbewegungen stehen aber noch auf wackeligen Beinen. Nichtsdestotrotz dürfte es sich für Anleger lohnen, bei einigen ausgewählten Aktien langsam wieder die ersten Long-Einstiege vorzubereiten.

Krones

In einem schwierigen Gesamtmarkt ragte die Aktie von Krones (WKN: 633500 / ISIN: DE0006335003) in den vergangenen Monaten positiv hervor. Seit Juli konnte der im Nebenwerte-Index SDAX notierte Titel deutlich hinzugewinnen, wobei Anfang Oktober sogar ein Neunmonatshoch bei rund 96 Euro markiert worden ist. Anleger honorieren offenbar die anhaltend starke Geschäftsentwicklung.

Der Hersteller von Anlagen und Maschinen für die Herstellung, Abfüllung und Verpackung von Getränken konnte den Umsatz im ersten Halbjahr 2022 im Jahresvergleich um 15,4 Prozent auf knapp 2,0 Mrd. Euro steigern. Und trotz Materialengpässen und höheren Material- und Frachtkosten legte der Betriebsgewinn (EBITDA) um 27,2 Prozent auf 175 Mio. Euro zu.

Der weitere Ausblick fällt positiv aus. Für das Gesamtjahr 2022 wird ein Umsatzwachstum zwischen fünf und acht Prozent angepeilt. Auch die mittelfristigen Ziele wurden im September noch einmal bestätigt. In Zeiten, in denen viele Unternehmen wegen steigender Kosten oder geringerer Nachfrage ihre Prognosen senken oder ganz kappen, ist das ein sehr starkes Signal.

Snowflake

Der Data-Warehouse-Plattform-Betreiber Snowflake (WKN: A2QB38 / ISIN: US8334451098) konnte Ende August mit beeindruckenden Geschäftszahlen aufwarten. Das US-Unternehmen, an dem auch Star-Investor Warren Buffett beteiligt ist, erzielte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 Produkterlöse in Höhe von 466 Mio. US-Dollar, womit sich auf Jahressicht ein Plus von 83 Prozent errechnet (Ergebnis: -0,70 US-Dollar je Aktie, Vorjahr: -0,64 US-Dollar). Die Prognose wurde erhöht.

Für das Gesamtgeschäftsjahr 2023 (per Ende Juli 2023) wird ein Produktumsatz in der Spanne zwischen 1,905 und 1,915 Mrd. US-Dollar erwartet, was im Jahresvergleich einen Zuwachs von 67 bis 68 Prozent bedeuten würde.

Dieser Ausblick ist sehr beachtlich vor dem Hintergrund, dass viele Konzerne wegen der Wirtschaftskrise ihre IT-Ausgaben kürzen müssen. Snowflake wächst also deutlich stärker als die Branche. Die Chancen stehen dementsprechend gut, dass der Konzern schon bald zum Data-Warehouse-Marktführer aufsteigen wird.

Starbucks

Der Starbucks-Investorentag Mitte September sorgte bei den Aktionären für große Zuversicht. Executive Vice President und CFO Rachel Ruggeri sprach von einer „neuen Wachstumsära“ der Kaffeehauskette, als sie die Prognosen für die nächsten drei Geschäftsjahre nach oben anpasste. Demnach dürfte der Gewinn je Aktie jährlich um 15 bis 20 Prozent zulegen.

Starbucks-Chart: Börse Stuttgart

Um das zu schaffen, will Starbucks (WKN: 884437 / ISIN: US8552441094) den Expansionskurs konsequent fortsetzen. Die Anzahl der weltweiten Filialen soll um sieben Prozent pro Jahr wachsen. Außerdem wurde bekanntgegeben, das Lieferprogramm auf die gesamten Vereinigten Staaten auszuweiten. Dabei sollen große Investitionen in die Automatisierung getätigt werden, um die Effizienz zu verbessern.

Für Kursfantasie bei der Aktie, die in den vergangenen Monaten entgegen dem Gesamtmarkt deutlich zulegen konnte, sorgt ebenfalls ein Rückkaufprogramm. Dieses soll ein Volumen von 20 Mrd. US-Dollar haben. Ebenfalls positiv: Wie kürzlich publik wurde, haben zwei Vorstandsmitglieder ihre privaten Starbucks-Aktienpositionen um insgesamt 7,2 Mio. US-Dollar ausgebaut.

Deutsche Bank

Lange Zeit brachten Anleger mit der Deutschen Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008)  nur Skandale, strukturelle Probleme und Rechtsstreitigkeiten in Verbindung. Doch die schwierigsten Zeiten hat Deutschlands größte Privatbank offenbar überstanden. Dafür spricht vor allem die starke Gewinnentwicklung.

Analysten erwarten für das laufende Gesamtjahr 2022 einen hohen Nettogewinn von 3,7 Mrd. Euro. Dieses Gewinnniveau dürfte auch 2023 verteidigt werden (Schätzung: 3,8 Mrd. Euro). Bei der Deutschen Bank trägt der Konzernumbau der vergangenen Jahre zunehmend Früchte. Auch das anziehende Zinsniveau wirkt sich positiv auf die Ertragslage der Frankfurter aus.

Zudem wird die DAX-Aktie aus Dividendensicht immer interessanter. Branchenexperten zufolge dürfte das Institut für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende von 0,31 Euro je Aktie ausschütten. Für 2023 liegt die Schätzung bei 0,45 Euro pro Aktie. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau bedeutet das stattliche Dividendenrenditen von 3,8 und 5,6 Prozent.

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