Bildquelle: markteinblicke.de

Sachwertinvestments sind gefragt. Wer dabei aber nur an Aktien, Immobilien oder Gold denkt, sollte noch etwas weitergehen. Und zwar in Richtung Schallplatte. Mit den verkratzten Scheiben aus der Jugend hat das aber wenig zu tun: Rendite mit Hörgenuss geht anders.

Geschichte zum Hören. Die ältesten Schallplatten sind fast 140 Jahre alt. Seit der Jahrhundertwende feierten die schwarzen Platten ihren Siegeszug. Mit der Erfindung der Compact Disc schien Anfang der 1980-er Jahre das Ende der Schallplatte gekommen zu sein. Doch weit gefehlt:

Inzwischen ist die Schallplatte das einzige haptische Musikmedium, das wieder Absatzwachstum verzeichnet. Gleichzeitig gehen die Absatzzahlen der Compact Discs weiter dramatisch zurück.

Infografik: Das Revival der Schallplatte | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Dass das Phänomen längst kein deutsches ist, zeigen Zahlen aus den USA:

Infographic: The LP Is Back! Or Is It? | Statista You will find more statistics at Statista

Plattenläden boomen. Erkennbar ist das Revival aber auch durch die Beliebtheit spezieller „Plattenläden“, die tatsächlich den Flair des 20. Jahrhunderts ausströmen.

Infografik: Vinylliebe in Europa am größten | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Für die Musikindustrie heißt das: Das internetgebundene Streaming und die klassische Vinylscheibe stellen zwei Extreme für den Musikgenuss dar. Zwar hört nicht jeder gleich den Unterschied, aber wer schon einmal eine Platte aufgelegt, die richtige Geschwindigkeit eingestellt und den Tonabnehmer vorsichtig abgesetzt hat, weiß um die Glücksgefühle von Vinyl-Fans.

Die Musikindustrie versucht diesem Lebensgefühl mit immer neuen Pressungen in besonderer Qualität (Dickere Scheiben, 180 gr oder mehr) nachzukommen. Man sieht es an den Absatzzahlen. Aber: Besonders authentisch (und teuer) wird das Glücksgefühl erst bei historischen Schallplatten. Hier kommt das Sachwertinvestment ins Spiel.

Die Erstausgabe des Weißen Albums der Beatles in fantastischem Zustand und entsprechender Nummerierung kostet leicht ein paar Tausend Euro. Die persönliche Kopie des Albums von Ringo Starr brachte bei einer Auktion sogar stolze 790.000 US-Dollar.

Doch auch seltener Punk-Rock von den Sex Pistols oder ein Queen-Album mit entsprechender (nachweisbarer) Geschichte haben den Wert eines Gebrauchtwagens. Da lohnt sich vielleicht der Blick in den eigenen Plattenschrank und der Abgleich mit entsprechenden Angeboten im Internet.

FAZIT. Wer mit dem Lebensgefühl Vinyl aber so überhaupt nichts anzufangen weiß, findet bestimmt ein anderes Sachwertinvestment, dass ihm oder ihr besondere Freude bereitet. Es zeigt sich: Sammeln muss kein renditeloses Hobby bleiben.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage und beim alltäglichen Lebensgenuß

Ihre marktEINBLICKE-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

Melden Sie sich hier für unsere kostenlosen Newsletter an. Sie finden dort unser kostenfreies Newsletter-Angebot u.a. mit “marktEINBLICKE Auf die Schnelle” (Wochentags) und “marktEINBLICKE D-A-CH Rundschau” (Samstags).

Bildquelle: markteinblicke.de

1
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
1 Kommentar Themen
0 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
0 Kommentatoren
Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
trackback

[…] Zeiten. Während Musikkassetten, CDs und mit Ausnahmen auch Schallplatten zum alten Eisen gehören, wird Musik inzwischen vorrangig digital genossen. Für das entdecken von […]