T-Mobile US verblüfft die Analysten

Bild: T-Mobile US

Während die Aktien aus dem DAX seit Jahresanfang mehrheitlich Kursverluste verzeichnen, gehört die Deutsche Telekom (WKN: 555750 / ISIN: DE0005557508) zu den wenigen Titeln, die 2022 sogar deutlich hinzugewinnen konnten. Grund hierfür dürfte einerseits sein, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Aktien aus dem eher defensiven Telekommunikationsbereich verstärkt in den Fokus der Anleger rücken.

Andererseits konnte das DAX-Unternehmen in den zurückliegenden Jahren immer wieder mit guten Geschäftszahlen aufwarten, wozu vor allem die amerikanische Tochtergesellschaft T-Mobile US (WKN: A1T7LU / ISIN: US8725901040) mitbeiträgt, die in der Telekom-Bilanz konsolidiert wird und inzwischen einen Großteil des operativen Konzerngewinns erwirtschaftet.

T-Mobile US: Umsatzzuwachs plus 16 Prozent p.a.

T-Mobile US entstand im Jahr 2001 durch die Übernahme von VoiceStream durch die Deutsche Telekom und zählt heute neben AT&T Wireless, U.S. Cellular und Verizon Wireless zu den führenden Mobilfunkanbietern in den Vereinigten Staaten.

Die Telekom-Tochter verzeichnet seit Jahren hohe Wachstumsraten. Seit 2015 beispielsweise legte der Umsatz im Schnitt um 16 Prozent pro Jahr zu, was im abgeschlossenen Jahr 2021 Rekorderlöse von 80,1 Mrd. US-Dollar bedeutete.

 

Für das laufende Gesamtjahr 2022 rechnen Analysten bei T-Mobile mit einem neuen Umsatzrekord in Höhe von 80,8 Mrd. US-Dollar. In den Jahren 2023 und 2024 dürften die Erlöse auf geschätzt 83,5 und 86,6 Mrd. US-Dollar weiter ansteigen.

 

Mehr neue Vertragskunden als erwartet

Mit Spannung wurden dementsprechend auch die neuesten Geschäftszahlen bei T-Mobile US erwartet, die am Donnerstag, den 27. Oktober, nach US-Börsenschluss bekanntgegeben worden sind. Diese zeigen einmal mehr, dass der Wachstumskurs ungebrochen ist. Im dritten Quartal wurden 854.000 neue Vertragskunden hinzugewonnen, womit die Erwartungen von Branchenexperten deutlich übertroffen worden sind.

Allerdings verfehlte der Umsatz mit 19,48 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 20,2 Mrd. US-Dollar) knapp die Analysten-Prognose von im Schnitt 20,0 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich wurde im dritten Quartal ein Gewinn in Höhe von 508 Mio. US-Dollar beziehungsweise 0,40 US-Dollar pro Aktie eingefahren (Vorjahr: 0,55 US-Dollar je Aktie).

Besonders erfreulich ist, dass T-Mobile US die Wachstumsprognose nun noch einmal angehoben hat. Für das laufende Gesamtjahr wird erwartet, 6,2 bis 6,4 Millionen neue Vertragskunden zu gewinnen. Die vorherige Prognose lag bei 6,0 bis 6,3 Millionen neuen Vertragskunden.

Hervorragende Geschäftsaussichten beim Telekom-Zugpferd

Branchenexperten rechnen bei T-Mobile US für das Gesamtjahr 2022 mit Erlösen von 80,8 Mrd. US-Dollar (2021: 80,1 Mrd. US-Dollar). Die Umsätze für 2023 und 2024 werden auf 83,5 und 86,6 Mrd. US-Dollar prognostiziert.

Noch deutlich stärker sollten sich in den kommenden Jahren die Gewinne entwickeln. Den Schätzungen nach dürfte das Nettoergebnis in Höhe von geschätzt 2,3 Mrd. US-Dollar im laufenden Jahr (2021: 3,0 Mrd. US-Dollar) in den Jahren 2023 und 2024 auf 7,9 und 10,6 Mrd. US-Dollar ausgebaut werden.

Die Aktie von T-Mobile US gehörte in den vergangenen Jahren zu den stärksten Titeln im S&P 500 und im Nasdaq 100. Auch im laufenden Jahr legte der Kurs kräftig zu, wobei zuletzt im August ein neues Rekordhoch markiert werden konnte.

T-Mobile-Aktie: Kursgewinn plus 21 Prozent jährlich

Das starke Geschäftswachstum schlägt sich auch in der Aktienkursentwicklung nieder. Die Aktie von T-Mobile US notiert bereits seit dem Jahr 2012 in einem übergeordneten, steilen Aufwärtstrend. In den vergangenen zehn Jahren legte der Kurs dabei um durchschnittlich 21 Prozent pro Jahr zu, womit die Aktie langfristig zu den Top-Performern im S&P 500 und im Nasdaq 100 zählt.

Auch im laufenden Jahr ging es für die Notierungen steil nach oben, wobei im August ein neues Rekordhoch bei 149,64 Euro markiert wurde. Sobald hier die aktuelle Konsolidierung abgeschlossen ist, könnten weitere Allzeithochs schon in Kürze folgen. Für Kursauftrieb dürfte auch das Aktienrückkaufprogramm sorgen, das ein Volumen von bis zu 14 Mrd. US-Dollar hat und bis Ende September 2023 laufen soll.

Wer das Einzelaktien-Risiko bei T-Mobile US vermeiden und auf die positive Kursentwicklung eines ganzen Aktienkorbs von amerikanischen und europäischen Unternehmen setzen möchte, kann sich einmal das folgende Index-Zertifikat (WKN: DA0AAT / ISIN: DE000DA0AAT4) auf den Titan 20 anschauen.

In diesem Index sind 20 Unternehmen enthalten, die sich an der Börse in den vergangenen Jahren besonders stark entwickelt haben und die auch von den Analysten positiv bewertet werden. Dazu zählen neben T-Mobile US unter anderem auch Microsoft, Apple, UnitedHealth und der Luxusgüter-Weltmarktführer LVMH.

Marc O. Schmidt / Bild: T-Mobile US